HIMSS24: Interoperabilität und Health Information Exchange im Fokus

by | Mar 6, 2024

Anhoren

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Weil es Schlüsselthemen für die digitale Transformation des Gesundheitswesen sind, werden sie im Rahmen eine Forums direkt am Montag ausführlich diskutiert: Interoperabilität und der Austausch von Gesundheitsdaten im 21. Jahrhundert. 

 

Es sind zweit der großen Themen auf der diesjährigen HIMSS: Interoperabilität und Health Information Exchange (HIE), die in einem speziellen Forum direkt am Montag zum Start der Konferenz diskutiert werden. Die inhaltlichen Schwerpunkte sind dabei klar gesetzt: Trusted Exchange Framework and Common Agreement (TEFCA) sowie qualifizierte Gesundheitsinformationsnetze (QHIN).

Das TEFCA zielt darauf ab, gemeinsame Vereinbarungen für den elektronischen Austausch von Gesundheitsinformationen über verschiedene Gesundheitsinformationsnetze hinweg zu schaffen – weshalb QHINs eine besondere Bedeutung zukommt. In den USA soll TEFCA 2.0 Transaktionen unterstützen, die auf den schnellen Interoperabilitätsressourcen der Stufe 7 basieren, und soll laut der TEFCA-FHIR-Roadmap noch in diesem Quartal von den QHINs übernommen werden.

Und genau um diesen Fahrplan für TEFCA, die Einbindung neuer QHINs und viele weitere Anforderungen an den Informationsaustausch geht es auf dem Interoperabilitätsforum am Montag. Es wird sich mit den Funktionen dieser Netze, ihrem Rahmen und ihren Methoden des Informationsaustauschs befassen. Ziel ist es, den Teilnehmern das nötige Wissen zu vermitteln, um dieses neue Paradigma des Informationsaustauschs auch in die eigenen Tätigkeiten und Lösungen zu integrieren.

Interoperabilität live diskutiert

Das Forum zielt außerdem darauf ab, über die Entwicklung der Interoperabilität zu diskutieren, ein Verständnis für Datenverwendbarkeit sowie für die Rolle der KI bei der Interoperabilität im Gesundheitswesen zu bekommen.

Unterstützen sollen dabei Experten wie Mariann Yeager, CEO von The Sequoia Project, der anerkannten Koordinierungsstelle von TEFCA. Sie eröffnet das Forum mit einer Diskussion darüber, wo die Branche auf dem Weg zur Interoperabilität steht.

Yeager wird einen Blick auf die historische Entwicklung der Interoperabilität im Gesundheitswesen werfen, die entscheidenden Momente analysieren, die die heutige Landschaft geprägt haben, und die Rolle von QHINs beim Datenaustausch im Gesundheitswesen bewerten, insbesondere im Zusammenhang mit dem 21st Century CURES Act.

Holly Miller, Chief Medical Officer bei MedAllies, wird eine Podiumsdiskussion leiten, die sich mit den Herausforderungen der Koexistenz, den technologischen Veränderungen und den Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit neuen Rahmenwerken für die Interoperabilität im Gesundheitswesen beschäftigt.

Die Rolle der künstlichen Intelligenz bei der Interoperabilität steht im Mittelpunkt einer vierköpfigen Podiumsdiskussion unter der Leitung von Michael Marchant, Direktor für Interoperabilität und Innovation an der University of California Davis Health.

Anhand realer Szenarien werden die Diskussionsteilnehmer, darunter Alexander Ding, Mitglied des Kuratoriums der American Medical Association, Einblicke in die Maximierung der Vorteile von KI für Interoperabilität und HIE bei gleichzeitiger Wahrung ethischer Standards und der Vertraulichkeit von Patienten geben.

Zum Abschluss: Ein Blick in die Zukunft

Den Abschluss des Forums bildet ein Vortrag von Ryan Howells, dem Leiter von Leavitt Partners, der den Teilnehmern einen Ausblick auf die Zukunft der Interoperabilität in den nächsten zehn Jahren geben wird und dabei auf APIs, Apps und (Sie haben es erraten) KI eingehen wird.

Während in den letzten 15 Jahren die Digitalisierung von Gesundheitsdaten im Mittelpunkt stand, wird im nächsten Jahrzehnt die Nutzbarmachung von Daten durch APIs, Apps von Drittanbietern und KI-gesteuerte Erkenntnisse im Vordergrund stehen. Howells wird untersuchen, wie die Richtlinien von ONC und CMS sowie die Bemühungen des privaten Sektors, wie die CARIN Alliance und FHIR-Accelerators, die digitale Gesundheit vorantreiben.

Der Schwerpunkt wird darauf liegen, wie TEFCA, die Interoperabilitätsregeln von CMS und ONC sowie FHIR-Beschleuniger Interoperabilität und Innovation vorantreiben und wie offene Standards genutzt werden können, um verbraucherorientierte Datenstrategien zu initiieren.

Die vorangegangenen Inhalte wurden in Zusammenarbeit mit unserem Kooperationspartner HIMSS erstellt.

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