HIMSS-Umfrage: Mehr Geld für Cybersecurity

von | März 10, 2025

Laut aktueller HIMSS Healthcare Cybersecurity Survey wollen Gesundheitsorganisationen mehr Geld in Cybersecurity investieren.

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Mehr als die Hälfte der Gesundheitsorganisationen plant, 2025 mehr Geld für Cybersicherheit auszugeben, zeigt die jährliche HIMSS Healthcare Cybersecurity Survey.

 

Das Gesundheitswesen ist sich der Bedrohung durch Cyberkriminelle bewusst, zeigt die aktuelle HIMSS Healthcare Cybersecurity Survey. Entsprechend planen 55 Prozent der Befragten, ihre Ausgaben für Cybersicherheit in diesem Jahr zu erhöhen. Lediglich 21 Prozent gaben an, dass die Budgets im Vergleich zum Vorjahr weitgehend unverändert bleiben, und nur vier Prozent planen, weniger für Cybersicherheit auszugeben als 2024.

Allerdings bleibt der Anteil des IT-Budgets für Cybersicherheit insgesamt gering. Bisher lag er bei sechs Prozent und weniger. Und auch in der aktuellen Umfrage gaben nur 30 Prozent der Teilnehmer an, dass sie 2025 sieben Prozent und mehr ihres IT-Budgets in Cybersecurity investieren. Davon wollen 14 Prozent sieben bis zehn Prozent investieren, sieben Prozent planen elf bis 14 Prozent auszugeben und neun Prozent investieren mehr als 14 Prozent in die IT-Sicherheit. Für 19 Prozent scheinen drei bis sechs Prozent ausreichend. 20 Prozent der Befragten gaben an, dass sie keinen festen Betrag für die Cybersicherheit ausgeben und ihr Budget aufstocken können, wenn mehr Mittel benötigt werden.

Prioritäten richtig gesetzt?

Höhere Budgets klingen zunächst positiv. Die Frage ist allerdings auch, wie die Gelder investiert werden. Denn viel hilft bekanntlich nicht immer viel, wenn nicht auch die richtigen Maßnahmen ergriffen werden.

Und genau danach haben die Studienmacher auch gefragt – und zwar diejenigen, dessen Budgets erhöht wurden: Kann mit dem größeren Budget eine bessere Sicherheitslage erreicht werden? 57 Prozent wollen das mit Cybersicherheitstools umsetzen, in die die zusätzlichen Budgets fließen. Bei 47 Prozent sind es bessere Sicherheitsrichtlinien, die mit den zusätzlichen Geldern ermöglicht werden sollen. Allerdings erwartet nur 34 Prozent eine Verbesserung bei der Personalausstattung für Cybersecurity. Und genau hier scheint der Bedarf besonders groß zu sein. Denn Hacker nutzen zwar auch besonders häufig nicht-gepatchte Schwachstellen aus, um in Netzwerke einzudringen. Noch häufiger werden allerdings mitarbeiten zur Zielscheibe.

Phishing nach wie vor gefährlich

Die Umfrage bestätigte, dass die häufigsten Sicherheitsvorfälle nach wie vor E-Mail-Phishing (63 Prozent), SMS-Phishing (34 Prozent), Spear-Phishing (34 Prozent) kompromittierende Geschäfts-E-Mails (31 Prozent) sind.

Damit wird die Bedeutung von Schulungen für die Belegschaft noch einmal unterstrichen, für die es eine entsprechende Personaldecke braucht – insbesondere deshalb, weil 63 Prozent der Befragten simulierte Phishing-Angriffe, interaktive Diskussionen (49 Prozent) oder Tabletop-Übungen (38 Prozent) für gute Schulungsprogramme halten. Letztere spielen einen simulierten Cyberangriff durch. Diese „Mühe“ machen sich allerdings nur 45 Prozent der Befragten. 39 Prozent simulieren Angriffe nicht. Laut HIMSS unterstreichen diese Ergebnisse, dass Unternehmen unterschiedlich gut auf Angriffe vorbereitet sind, wenn sie Notallpläne nicht im Rahmen von Tabletop-Übungen testen.

Dass in puncto Schulungen insgesamt noch großer Nachholbedarf herrscht, zeigt, dass nur 18 Prozent die derzeitigen Programme für sehr wirksam halten. Immerhin: 62 Prozent sagen, sie seien einigermaßen wirksam, 18 Prozent ein wenig wirksam. Nur zwei Prozent halten sie für überhaupt nicht effektiv.

Beziehungen zu Geschäftspartner im Blick

Was die diesjährige HIMSS-Studie außerdem zeigt: Der größte Ransomware-Angriff in den USA auf Change Healthcare hat dafür gesorgt, dass viele Gesundheitsorganisationen ihre Beziehungen zu Geschäftspartner überprüfen. Denn damals hatten sich Cyberkriminelle Zugang über einen Citrix-Server verschafft, der nicht durch eine Multifaktor-Authentifizierung gesichert war. Auch Notfall- und Kontinuitätspläne seien seitdem von vielen Organisationen überprüft worden, betonen die Studienmacher.

Insgesamt bestätigt die Umfrage, dass die Mehrheit der Organisationen des Gesundheitswesens die Bedeutung weiterer Investitionen in die Cybersicherheit anerkennt und Schritte zur Verbesserung ihrer Sicherheitslage unternimmt. „Durch die Implementierung robusterer Cybersicherheitsmaßnahmen sind Gesundheitsorganisationen besser gerüstet, um Patientendaten und Patientensicherheit zu schützen“, heißt es in der Studie. Allerdings seien kontinuierliche Anpassung und Innovation in einer zunehmend digitalen Welt unerlässlich.

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