Heidelberg Pharma hält sich mit Royalty-Deals über Wasser

von | März 10, 2026

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Heidelberg Pharma sichert sich über neue Lizenzvereinbarungen mit US-Investor Soleus kurzfristig Liquidität. Der Preis ist allerdings hoch.   

Und wieder wurden die Lizenzvereinbarungen angepasst: Heidelberg Pharma vermeldet einen neuen Deal mit HealthCare Royalty. Zusätzlich haben sich die Ladenburger den US-Investor Soleus Capital als neuen Partner mit an Bord geholt. Soleus zahlt 20 Millionen US-Dollar als Vorauszahlung. Weitere 25 Millionen folgen, sobald es eine FDI-Zulassung für das bildgebende Diagnostikum von Telix Pharmaceuticals gibt. Die Lizenz an der Telix-Krebsdiagnostik stammt ursprünglich von der Münchner Wilex AG. Wilex hatte Heidelberg Pharma 2011 übernommen und sich damals für Heidelberg Pharma als Firmierung entschieden. Die australische Telix Pharmaceuticals kam 2017 ins Spiel, als Heidelberg Pharma den Diagnostikkandiaten nach Down Under auslizenziert hat.

Teure kurzfristige Liquidität

Kurzfristig hat der jetzt verkündete Deal sicherlich Vorteile: zusätzliche Mittel ohne Kapitalerhöhung oder Verwässerung der Anteile bestehender Aktionäre. Das betont auch Dr. Dongzhou Jeffery Liu, Vorstandsvorsitzender von Heidelberg Pharma: „Die Vorauszahlung von Soleus Capital wird uns eine nicht verwässernde Finanzierung verschaffen und die Finanzierungsreichweite des Unternehmens bis Mitte 2027 sichern. Wir sind zuversichtlich, dass TLX250-Px die FDA-Zulassung erhalten wird, was weitere Meilensteinzahlungen von unseren Partnern HCRx und Soleus Capital auslösen wird.“

Langfristig heißt es jedoch auch, dass bei einer Zulassung in den USA der größte Teil der Lizenzeinnahme an die Investoren fließen wird. Das scheint aktuell der Preis für die kurzfristige Liquidität, die Heidelberg Pharmas Finanzierung bis Mitte 2027 sichert.

Die Krebsdiagnostik TLX250-Px ist eine radioaktiv markierte Form des Antikörpers Girentuximab und bindet an das Tumorantigen CAIX, das vor allem bei klarzelligen Nierenzellkarzinomen vorkommt. Das Verfahren soll helfen, diese Tumoren präziser zu identifizieren und könnte nach Ansicht von Branchenbeobachtern eine wichtige Rolle in der Diagnostik bestimmter Nierenkrebsarten spielen.

Der nun abgeschlossene Deal ist allerdings auch aus Sicht der Investoren keine ganz ungefährliche Wette, dass die US-Arzneimittelaufsicht FDA durch den von der Trump-Administration initiierten Umbau aktuell mit Verzögerungen bei den Zulassungen zu kämpfen hat.

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