Hausärzte beraten vermehrt zur Organspende

von | Apr. 8, 2025

Anhoren

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Eine aktuelle Studie des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit unterstreicht die Bedeutung der Hausärzteschaft beim wichtigen Thema Organspende.

 

Eine Befragung des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zeigt: Hausärzte leisten einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung über Organ- und Gewebespenden. Rund 82 Prozent haben dazu im Zeitraum von zwei Jahren Informationsgespräche mit ihren Patienten geführt. Und etwa die Hälfte gibt an, dass die Patienten dem Thema in den Gesprächen nicht nur positiv gegenüberstehen, sondern nach ihrer Einschätzung zur Spende bereit wären. Nur drei Prozent berichten in der Studie „Befragung von Hausärztinnen und Hausärzten zur Organ- und Gewebespende in Deutschland 2024“ von negativen Reaktionen.

Seit März 2022 können Hausärzte im Rahmen einer neuen Leistung ihre Patienten alle zwei Jahre zur Organ- und Gewebespende beraten. Das nutze die Hausärzteschaft auch verstärkt und greife dabei auf das Unterstützungsangebot des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zurück, heißt es in der Studie. Dieses umfangreiche Informationsangebot wurde gemeinsam mit dem Hausärzteverband für die Praxen entwickelt und kann direkt an die Patienten weitergegeben werden.

Weiteres Argument für hausärztezentrierte Versorgung?

Für Dr. Johannes Nießen, Kommissarischer Leiter des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit, unterstreichen die Ergebnisse klar die Bedeutung der hausärztlichen Versorgung: „Hausärztinnen und Hausärzte helfen ihren Patientinnen und Patienten, eine informierte Entscheidung zur Organ- und Gewebespende zu treffen. Die positiven Reaktionen von Patientinnen und Patienten auf die proaktive Ansprache durch die Hausärzteschaft zeigen, wie wichtig dieses Angebot ist.“ Und Dr. Markus Beier, Bundesvorsitzender des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, ergänzt: „Wir Hausärztinnen und Hausärzte sowie unsere Praxisteams nehmen unsere Verantwortung beim Thema Organ- und Gewebespende sehr ernst und informieren die Patientinnen und Patienten aktiv.“

Vor allem aber sind die Zahlen der Befragung ein weiteres Argument für die hausarztzentrierte Versorgung, wie sie in anderen europäischen Ländern deutlich stärker forciert wird. Zum einen bauen Patienten ein deutlich stärkeres Vertrauen zu einem fixen medizinischen Ansprechpartner auf, wie das Thema Organspende unterstreicht. Zum anderen würde eine Koordination über den Hausarzt das gesamte Gesundheitswesen deutlich entlasten.

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