Haftstrafe für Berliner Arzt

by | Apr 8, 2024

Anhoren

Teilen

 

Nach Sterbehilfe: Mediziner habe die Grenzen des zulässigen überschritten urteilt das Landgericht Berlin.

 

Es ist nicht das erste Mal, dass der 74-jährige Berliner Arzt, der auch einer Sterbehilfeorganisation angehört, Sterbehilfe leistet. Doch dieses Mal hat ihn das Berliner Landgericht zu einer dreijährigen Haftstrafe verurteilt. Noch ist das Urteil nicht rechtskräftig und der Mediziner hat bereits zum Prozessauftakt angekündigt, im Fall einer Verurteilung dagegen vorzugehen.

Konkret hatte er einer 37-jährigen Tiermedizinstudentin beim Suizid geholfen. Eine erste Tablettendosis hatte die Frau zunächst erbrochen. Ein zweiter Versuch über eine Infusion hatte dann das gewünschte Ergebnis. Die Frau litt unter schwere Depressionen und am Willen, ihr Leben zu beenden – wenn nötig auch mit Gewalt –, hätte zu keiner Zeit Zweifel bestanden, argumentierte die Verteidigung, die deshalb auch Freispruch gefordert hatte.

Der Berliner Arzt stand 2018 schon einmal wegen Sterbehilfe vor Gericht. Damals hieß es als Begründung für den Freispruch, dass der Patientenwille zu achten sei, was später auch der Bundesgerichtshof bestätigte.

Das könnte Sie auch interessieren

Klinik-Atlas: Kritik an Bürokratie

Vor allem von der Bundesärztekammer und der Deutschen Krankenhausgesellschaft kommt deutliche Kritik am heute vorgestellten Klinik-Atlas. Für Lauterbach ist er wichtiges Element einer Qualitätsoffensive. 

Vor allem von der Bundesärztekammer und der Deutschen Krankenhausgesellschaft kommt deutliche Kritik am heute vorgestellten Klinik-Atlas. Für Lauterbach ist er wichtiges Element einer Qualitätsoffensive. 

Ambulantisierung als Chance für Kliniken

Planungsunsicherheit für Kliniken ist weiterhin elementar – zahlreiche Gesetzesänderungen wurden durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) angekündigt. Eine Sache ist aber definitiv klar: Das Sozialgesetzbuch definiert in §39 SGB V „ambulant vor stationär.“ Seit Jahren ist dieser wichtige Aspekt bekannt und dennoch findet die Umsetzung in Kliniken nur wenig Begeisterung, attestiert Gastautor Arne Westphal.

Planungsunsicherheit für Kliniken ist weiterhin elementar – zahlreiche Gesetzesänderungen wurden durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) angekündigt. Eine Sache ist aber definitiv klar: Das Sozialgesetzbuch definiert in §39 SGB V „ambulant vor stationär.“ Seit Jahren ist dieser wichtige Aspekt bekannt und dennoch findet die Umsetzung in Kliniken nur wenig Begeisterung, attestiert Gastautor Arne Westphal.