Gutachten bestätigt Rechtssicherheit von E-Signaturen

by | Jun 11, 2024

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Mit dem Rechtsgutachten zur Eignung von E-Signaturen in der Universitätsmedizin liefert das Cluster Medizin.NRW eine neue Grundlage für die Digitalisierung vieler Prozesse.

 

Ein neues Rechtsgutachten des Clusters Medizin.NRW zeigt: Marktgängige E-Signaturtools erfüllen die rechtlichen Anforderungen für digitale Unterschriften im universitätsmedizinischen Bereich. Ihr Einsatz könnte nun Vertragsprozesse für klinische Studien merklich beschleunigen. Denn für diese sind – selbst innerhalb einer Einrichtung – oft Mitzeichnungen von vielen Akteuren notwendig: aus Rektorat, Dekanat und Fakultäten. Oft werden diese noch händisch im Original ausgeführt. E-Signaturen könnten den Prozess nun deutlich verschlanken.

„Bislang gab es in der Universitätsmedizin in Nordrhein-Westfalen Unsicherheiten, ob E-Signaturen überhaupt für das Schriftformerfordernis bei Vertragsprozessen rechtssicher einsatzfähig sind und falls ja, welches Tool auf dem Markt infrage kommt“, erläutert Dr. Patrick Guidato, Manager des Clusters Medizin.NRW. „Denn teils sind verfügbare Anbieter keine deutschen Firmen oder sie bieten etwa unterschiedliche Qualitätsstufen der Signaturen an.“ Genau diese Frage kläre nun das neue Gutachten des Clusters: Die geprüften E-Signaturtools sind für die Universitätsmedizin geeignet – was laut Guidato ein wichtiger Baustein sei, um die Vorbereitungszeit für klinische Studien zu verkürzen.

Drei Lösungen exemplarisch getestet

In dem von einer namhaften Beratungsagentur erstellten und nun von Medizin.NRW vorgelegten Gutachten wurden exemplarisch drei E-Signatur-Tools auf ihre rechtliche Konformität, Sicherheit und Nutzerfreundlichkeit hin geprüft. Das Ergebnis: Alle drei entsprechen den rechtlichen Anforderungen für eine digitale Unterschrift im universitätsmedizinischen Bereich und bieten eine marktübliche Cybersicherheit. Dies gilt sowohl für Vertragsprozesse innerhalb einer Universitätsklinik als auch für Verträge mit externen Einrichtungen. Unterschiede existieren in der Nutzerfreundlichkeit der Tools, was für die Akzeptanz und Effizienz in der Anwendung bedeutsam ist. Die Empfehlung eines Produkts wurde in dem Gutachten allerdings bewusst vermieden, um den Institutionen die Flexibilität zu geben, das für sie passendste Tool zu wählen.

Erstellt wurde das Gutachten im Kontext des Leuchtturms für klinische Forschung in Nordrhein-Westfalen Kurz: KliFoNet.NRW. In diesem Rahmen bringt das Cluster Vertreter von Universitätskliniken, Studienzentren, Unternehmen, Patientenorganisationen und Forschungseinrichtungen zusammen, um die Bedingungen für die klinische Forschung in, Bundesland zu verbessern. Klinische Studien zu beschleunigen ist dabei eines der zentralen Themen.

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