Nach wie vor sterben zu viele Menschen weltweit an einer Sepsis. Die „2030 Global Agenda for Sepsis“, die heute im Bundestag vorgestellt wurde, ist eine Kampfansage der Global Sepsis Alliance.
Elf Millionen Menschen sterben jedes Jahr an einer Sepsis. Dagegen will die Global Sepsis Alliance mit ihren 70 Partnerorganisationen vorgehen und hat heute die „2030 Global Agenda for Sepsis“ im Bundestag vorgestellt. Die hochkarätig besetzte Veranstaltung wird von Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus von der WHO und Bundesgesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach als Schirmherren unterstützt.
Ziel ist, bis 2030 durch gemeinsame Anstrengungen auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene die Last, die Sepsis für die Betroffenen, ihre Angehörigen, die Gesundheitssysteme und die Volkswirtschaften in allen Ländern darstellt, substanziell zu reduzieren.
„Sepsis muss dringend stärker in den allen Gesundheitsstrategien und -sektoren verankert werden“, betont auch Prof. Andrew Ullmann (MdB), Vorsitzende des Unterausschusses im Deutschen Bundestag. Bisher würde das Thema zu wenig Beachtung finden. „Die Agenda 2030 für Sepsis ist ein erster wichtiger Schritt, um diese lebensbedrohliche Erkrankung in den Fokus zu rücken und notwendige Maßnahmen zu ergreifen. Besonders wichtig sind dabei die frühzeitige Diagnose, eine verbesserte Aufklärung der Bevölkerung und der Ärzteschaft, die flächendeckende Implementierung von Notfallprotokollen in Krankenhäusern sowie der Zugang zu wirksamen Antibiotika und intensivmedizinischer Versorgung“, ist Ullmann überzeugt.
Ullmann hat sich gemeinsam dem UNITE Parlamentariernetzwerk für Globale Gesundheit, der Virchow-Stiftung und der Sepsis Stiftung dafür eingesetzt, dass der Startschuss für die Globale Agenda für Sepsis im Deutschen Bundestag heute fallen konnte.
Nähere Informationen zu den fünf Handlungsfeldern der Agenda, aber auch den Hintergründen für den Kampf gegen Sepsis, finden Sie hier. Die heutige Veranstaltung im Deutschen Bundestag ist der Auftakt der Woche der Sepsis mit verschiedenen Veranstaltungen für Öffentlichkeit und Fachpublikum vor und am Weltsepsistag 2024 am 13. September.



