GKV-Guide: Krankenkasse nicht gleich Krankenkasse

von | Mai 22, 2025

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Das Deutsche Finanz-Service Institut veröffentlicht zum 17. Mal ihren GKV-Guide, der zeigt, welche Kunden bei welcher Kasse optimal aufgehoben sind.

 

„Zwischen den Kassen gibt es enorme Unterschiede“, weiß Thomas Lemke, Geschäftsführer des Deutschen Finanz-Service Instituts (DFSI) und meint damit sowohl die Leistungen als auch den Service. Um die passende Krankenkasse zu finden, hat das DFSI nun bereits zum 17. Mal den GKV-Guide veröffentlicht, der die Leistungskataloge von 69 Kassen durchleuchtet hat. Dabei sind mit der TK – Techniker Krankenkasse, der HEK – Hanseatische Krankenkasse und der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland drei Kassen herausgestochen, die für besonders viele Kundentypen zu empfehlen sind.

Bei der Wahl der Krankenkasse sollte nicht nur der Beitragssatz im Fokus stehen, betont Lemke: „Der finanzielle Vorteil vieler optionaler Leistungsangebote übersteige oft den Nachteil etwas höherer Beiträge um ein Vielfaches.“ So bieten einige Krankenkassen ihren Mitgliedern Gesundheitsbudgets von bis zu 1.200 Euro im Jahr, die sich etwa für Präventionskurse oder Krankenzusatzversicherungen nutzen lassen. Lemke: „Schnell kann ein übereilter und fehlgeleiteter Wechsel in eine andere Kasse zum finanziellen Bumerang werden.”

Unterschiedliche Kunden, unterschiedliche Bedürfnisse 

Für den GKV-Guide haben die Versicherungsexperten DFSI zehn Kundenprofile mit unterschiedlichsten Bedürfnissen entwickelt – von Familien, jungen Berufseinsteigern, Selbstständigen über Sportler, aktive Senioren und Fans alternativer Heilmethoden bis hin zu anspruchsvollen Versicherten, preisbewussten Kunden, Preis-Leistungs-Orientierten und internet-affinen Smart Usern. Diese Profile wurden mit den aktuellen Daten des unabhängigen Internetportals gesetzlichekrankenkassen.de daraufhin abgeglichen, welche Kasse für welches Profil die optimalen Leistungen bereithält. Insgesamt berücksichtigt die Studie 69 Krankenkassen, zu denen aussagekräftige Daten vorlagen.

So wurden etwa für das Kundenprofil „Familie” Zusatzleistungen der Kassen darauf hin untersucht, ob sie für Familien mit Kindern besonders wichtig sind. Hier lag der Fokus auf einer besonderen Versorgung bei Kinder- und Frauenerkrankungen sowie auf erweiterten Leistungen für Haushaltshilfen, bei künstlicher Befruchtung, bei Brustkrebs und bei Schutzimpfungen, auf einer Hebammen-Rufbereitschaftspauschale, Rooming-in bei Kindern im Krankenhaus, zusätzlichen Vorsorgeuntersuchungen/Leistungen bei Schwangerschaft und Geburt sowie einer zusätzlichen persönlichen Hebammenberatung und vielem mehr. Die Kundenprofile sowie die jeweils besten Kassen sind auf der Webseite des DFSI abrufbar.

Die TK -Techniker Krankenkasse errang in neun von zehn Kundenprofilen die Bewertung „Exzellent”. Die HEK – Hanseatische Krankenkasse schaffte das in acht von zehn Profilen und die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland in sieben. Mit sechs Spitzenbewertungen wurden AOK Plus, Bergische Krankenkasse und Securvita Krankenkasse ausgezeichnet.

„Die Angebote dieser Krankenkassen sollten sich Gesetzliche Krankenversicherte auf jeden Fall genauer anschauen”, rät Kassenexperte Lemke, “passen ihre Leistungen doch zu vielen verschiedenen Kundenprofilen.” Und das heißt für die Versicherten: Auch wenn sich im Laufe ihres Lebens die eigenen Ansprüche an die Krankenkasse ändern – etwa vom Jungen Berufseinsteiger über Familie hin zu Sportler und aktiven Senioren – ist die Wahrscheinlichkeit hoch, deswegen nicht gleich die Kasse wechseln zu müssen, sondern es reicht bei diesen Kassen meist schon, bei deren Angebot nachzujustieren.

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