Philanthropie: Drei Schwergewichte wollen Gesundheitsgerechtigkeit verbessern

by | May 6, 2024

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Die Novo Nordisk Foundation, Wellcome sowie die Bill & Melinda Gates Foundation schließen sich zusammen, um insbesondere die Forschung in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen voranzutreiben.

 

Eines ist sicher: Monetären Impact wird dieser Zusammenschluss haben. Die Novo Nordisk Foundation, Wellcome und die Bill & Melinda Gates Foundation schließen sich zusammen, um wichtige Forschungsprojekte zu unterstützen, die die globale Gesundheitsversorgung verbessern. Man wolle sich vor allem auf jene Projekte konzentrieren, von denen Menschen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen profitieren, heißt es. So soll vor allem die globale Gesundheitsgerechtigkeit verbessert werden.

Jeweils 100 Millionen US-Dollar steuern die drei Stiftungen zu dem zunächst auf drei Jahre angelegten Projekt bei. Mit dieser „Anschubfinanzierung“ sollen Lösungen für die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels, für Infektionskrankheiten und Antibiotikaresistenzen sowie für ein besseres Verständnis des Zusammenspiels von Ernährung, Immunität, Krankheit und Entwicklungsergebnissen unterstützt werden.

„Indem wir die enorme Erfahrung und das einzigartige Fachwissen der einzelnen Organisationen bündeln, können wir Fortschritte erzielen, die sonst nicht möglich wären”, begründet Mads Krogsgaard Thomsen, CEO der Novo Nordisk Foundation, den Zusammenschluss. Er freue sich vor allem darauf, Barrieren zwischen oft isolierten Arbeitsbereichen wie etwa zwischen kardiometabolischen und infektiösen Krankheiten oder zwischen der wissenschaftlichen Entdeckung und Bereitstellung von Lösungen abzubauen.

Unterstützung auf regionaler Ebene

Mit den bereitgestellten finanziellen Ressourcen sollen vor allem Forscher und Einrichtungen in Ländern mit niedrigem Einkommen gefördert werden, was Ressourcen zur Förderung lokal relevanter Forschungspläne oder den gleichberechtigten Zugang zu bestehenden Instrumenten und Technologien einschließe.

„Die wirksamsten Lösungen für dringende Probleme kommen oft aus den Gemeinschaften, die sie betreffen”, sagt Dr. Catherine Kyobutungi, Geschäftsführerin des African Population and Health Research Center, einer führenden wissenschaftlichen Forschungseinrichtung. „Ich finde es ermutigend, dass diese neue Partnerschaft darauf abzielt, die Wissenschaftler zu unterstützen, die direkt mit den Gemeinschaften zusammenarbeiten, die am meisten davon profitieren können. Und John-Arne Røttingen, CEO von Wellcome, ergänzt: „Wir brauchen mehr denn je globale Zusammenarbeit und Kooperation, um eine gesündere Zukunft zu schaffen und die Gesellschaft zum Blühen zu bringen.“

Weitere Partner willkommen

Die drei Stiftungen betonen zeitgleich, dass Philanthropie alleine keine echte Transformation bewirken kann, weshalb man versuchen wird, die nun ins Leben gerufene Initiative auf weitere öffentliche und private Partner auszuweiten. „Wir stehen an der Schwelle zu so vielen wissenschaftlichen Durchbrüchen in den Bereichen Landwirtschaft, Gesundheit und Ernährung und mit der richtigen Unterstützung werden diese Innovationen Leben auf der ganzen Welt retten und verbessern”, sagt Mark Suzman, CEO der Bill & Melinda Gates Foundation. „Jeder Sektor muss Verantwortung übernehmen und wir hoffen, dass diese Zusammenarbeit anderen Geldgebern und Partnern die Tür öffnet, um zum Ausbau bestehender Innovationen und zur Entwicklung der Instrumente von morgen beizutragen.”

 

 

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