Geschäftsmodell Cybercrime weitet sich aus

von | Aug. 23, 2024

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In den USA braucht der Begriff „ambulance chaser“ offensichtlich ein Update: Anwaltskanzleien zielen nun auf die Opfer von Cyberangriffen ab.

„Ambulance chaser“ ist ein abfälliger Begriff für jene Anwälte, die in den USA wortwörtlich hinter den Krankenwagen hinterherlaufen und Unfallopfer zu Schadenersatzklagen überreden. Und eben jene Anwälte scheinen nun ein neues Geschäftsfeld für sich entdeckt zu haben. In einer aktuellen Pressemitteilung informiert die Kanzlei Schubert, Jonckheer & Kolbe über die Datenpanne des in New York ansässigen Gesundheitsdienstleisters The New Jewish Home. Erst vergangene Woche hatte das Unternehmen Patienten darüber informieren müssen, dass nach einem Ransomwareangriff der Gruppe ALPHV/BlackCat, die ebenso für den Angriff auf Change Healthcare waren, die Daten von über 100.000 Patienten kompromittiert wurden.

Aus der Meldung von The New Jewish Home geht hervor, dass die Angreifer wohl Name, Andressen, Geburtsdaten, aber auch Zahlungsinformationen, Passnummern, Social Security Nummern sowie Informationen zu Erkrankungen und Behandlungsverläufen erbeutet haben.

Die großzügige Warnung der Kanzlei an die betroffenen Patienten: „Wenn Ihre persönlichen Daten von diesem Vorfall betroffen sind, sind Sie möglicherweise Opfer von Identitätsdiebstahl, Betrug im Gesundheitswesen und anderen schwerwiegenden Verletzungen Ihrer Privatsphäre. Infolgedessen haben Sie möglicherweise Anspruch auf Schadensersatz und eine einstweilige Verfügung, mit der Änderungen an den Cybersicherheitspraktiken des Unternehmens verlangt werden kann.“ Ambulance ick hör dir heulen…

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