Gaia bringt DiGA in die Schweizer Regelversorgung

von | Juni 30, 2026

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Die Depressions-Therapie Deprexis ist nun auch in der Schweiz in der Regelversorgung. Damit platziert Gaia ihre in Deutschland als DiGA zugelassene Anwendung als erstes Unternehmen in zwei nationalen Märkten.

 

Ab dem 1. Juli können Ärztinnen und Ärzte die Depressions-Therapie Deprexis auch in der Schweiz verordnen. Die Schweizer Obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) wird bei leichten bis mittelschweren Depressionen einen wesentlichen Teil der Kosten für die Versicherten übernehmen. Damit ist der Hamburger DiGA-Hersteller Gaia das nach eigenen Angaben erste Unternehmen weltweit, dem es gelungen ist, eine DiGA in zwei nationalen Märkten in die Regelversorgung zu bringen.

Auch in der Schweiz kann Deprexis ergänzend zu einer Psychotherapie oder als Überbrückung bis zum Beginn einer Psychotherapie eingesetzt werden. Die Verordnung des 90-tägigen Programms erfolgt bei den Eidgenossen durch Fachärztinnen und -ärzte für Psychiatrie und Psychotherapie sowie durch Medizinerinnen und Mediziner mit dem Schwerpunkt Psychosomatische und Psychosoziale Medizin. In Deutschland wird die DIGA bereits seit 2021 von allen gesetzlichen Kassen erstattet.

Die Aufnahme in den Schweizer Leistungskatalog (MiGeL) erfolgte nach einer Prüfung durch das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) und das Bundesamt für Gesundheit (BAG), welche die Evidenz und Wirksamkeit der Anwendung bestätigten. Die Schweizer Behörden haben eigens eine neue Position im Leistungskatalog für diese Therapieform geschaffen. Deprexis ist in zehn Sprachen verfügbar und wurde bislang in 16 randomisierten kontrollierten Studienuntersucht. Daher gilt die DiGA international als eine der am gründlichsten erforschten und am umfassendsten validierten digitalen Therapien für Depression.

Dr. med. Mario Weiss, CEO von GAIA, sagt: „Der heutige Tag ist nicht nur für uns als Entwickler von Deprexis ein großer Erfolg. Die internationale Anerkennung zeigt auch das wachsende Potenzial digitaler Therapien als deutschen Exportschlager.“

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