Die Stimmung im US-Gesundheitswesen ist ähnlich verhalten wie hierzulande. Allerdings sieht die Mehrheit des medizinischen Fachpersonals eine Chance in der KI – Patienten hingegen nicht.
Es ist ein deutliches Signal: Fast ein Viertel der Befragten sagen, sie würden nicht noch einmal eine Karriere im Gesundheitswesen einschlagen, wenn sie die Zeit zurückdrehen könnten. Das ist eine der zentralen Erkenntnisse des Future Health Index 2025, den Royal Philips heute in den USA veröffentlicht hat. Der Report beleuchtet allerdings nicht nur den Satus Quo im Gesundheitswesen, sondern vor allem auch die Zukunftsperspektiven. Und hier zeigt sich, dass Fachkräfte vor allem ob des rasanten Fortschritts der KI in der Medizin optimistisch in die Zukunft schauen – während es Patienten nicht tun.
Während die Mehrheit des Fachpersonals (63 Prozent) glauben, dass KI die Versorgung und auch Behandlungsergebnisse für Patienten verbessern kann, ist weniger als die Hälfte der befragten Patienten in diesem Punkt optimistisch. Noch größer ist die Kluft bei Patienten über 45 Jahren, wo nur 33 Prozent der Meinung sind, die KI könnte entscheidend dazu beitragen, dass sich die Gesundheitsversorgung im Land verbessert.
Fachkräfte sehen breites Potenzial in der KI
Demgegenüber stehen die medizinischen Fachkräfte, die gleich eine ganze Reihe von Verbesserungen sehen, für die die KI in Zukunft sorgen kann. Fast zwei Drittel (62 Prozent) sind beispielsweise überzeugt, die KI könne das Patientenerlebnis verbessern, weil sowohl die Behandlungs- als auch die Wartezeiten kürzer werden. 85 Prozent glauben, dass sich dank der KI der Verwaltungsaufwand verringert und 74 Prozent sagen, die KI hat das Potenzial, den Zugang zur Gesundheitsversorgung für Patienten zu verbessern, weil das System mittels KI mehr Kapazitäten bekommt und dadurch der Durchsatz erhöht werden kann – inklusive mehr Zeit für persönliche Gespräche mit den Patienten.
„KI verändert das Gesundheitswesen – aber ihr zukünftiger Einsatz hängt stark von Vertrauen, Transparenz und Zusammenarbeit mit Klinikern und Patienten ab“, sagte Jeff DiLullo, Chief Region Leader, Philips North America. „Gemeinsam können wir das Potenzial von KI erschließen, um medizinisches Fachpersonal zu entlasten und die Patientenversorgung zu verbessern.“
Lokale Einblicke folgen
Der Future Health Index ist die größte globale Umfrage ihrer Art, in der die Prioritäten und Perspektiven von mehr als 1.900 Angehörigen der Gesundheitsberufe und mehr als 16.000 Patienten in 16 Ländern analysiert werden. In seiner 10. Ausgabe untersucht der Future Health Index 2025, wie innovative Technologien, insbesondere die künstliche Intelligenz, Fachkräfte im Gesundheitswesen in die Lage versetzen können, eine bessere Versorgung für mehr Menschen zu gewährleisten.
Bislang wurden nur die US-Ergebnisse veröffentlicht. Regionale Reports – auch mit Daten für Deutschland – folgen.


