Fünf Millionen Seed-Kapital für Pharos

von | Okt. 28, 2024

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Mit einer Starthilfe in Höhe von fünf Millionen US-Dollar, dürfte die KI-basierte Qualitätssicherung von Pharos nun deutlich schneller den Weg in die Krankenhäuser finden.

 

Dass es für Gründer in den USA ganz andere Möglichkeiten gibt, beweist das Startup Pharos: Erst in diesem Jahr von einem Team aus Klinikern und KI-Forschern gegründet, überzeugt die Plattform, die Qualitätsberichte für Krankenhäuser anbietet, bereits erste Investoren. Fünf Millionen US-Dollar Seed-Kapital gibt es unter Leitung des kalifornischen VC-Spezialisten Felicis mit Beteiligung von General Catalyst, Moxxie und Y Combinator.

Mit dem Kapital soll nun vor allem ein Entwicklerteam aufgebaut werden. Denn Pharos bietet Krankenhäuser eine automatisierte klinische Qualitätsberichterstattung an, die benutzerdefinierte Prozessmetriken extrahieren kann. Mittels KI sollen so beispielswese Prozessfehler identifiziert werden, die dann wiederum dazu beitragen können, dass weniger Patienten eine Sepsis, Krankenhausinfektion oder Druckgeschwüre bekommen. Das American College of Surgeons schätzt, dass 60 Prozent der gegenwärtigen Infektionen an der Operationsstelle durch gute Verfahren vermeidbar sind.

Die Daten bekommt die KI von Pharos beispielsweise aus den Patientenakten oder dem Krankenhausinformationssystem. Zudem soll die Lösung auch die Berichterstattung an die Qualitätsregister im Land übernehmen.

Diese Prozesse seien bisher manuell erfolgt, was zeitaufwendig und extrem teuer sei, betont CEO und Mitgründer Felix Brann. „Wir stellen den Teams Daten in Echtzeit zur Verfügung, so dass sie auf Prozesslücken reagieren können, bevor sie zum Schaden für die Patienten werden.“

Brann und sein Mitgründer Matthew Joes kommen beide von Vital USA Inc., wo sie gemeinsam prädiktive KI in zahlreichen Krankenhäusern eingeführt und mit allen großen Anbietern von elektronischen Patientenakten integriert haben. Auch diese Branchenkenntnis dürfte die Investoren in diesem frühen Stadium überzeugt haben.

Zum Team gehört auch Dr. Alex Clarke, der bei Pharos die Forschung leitet. Der Mediziner hat einen Doktortitel in künstlicher Intelligenz vom Imperial College London und arbeitete zuletzt als medizinischer KI-Forscher bei Meta.

„Als wir das Team von Pharos kennenlernten und von ihrer umfassenden Expertise im Gesundheitswesen und in der KI erfuhren, wussten wir, dass wir mit ihnen zusammenarbeiten mussten“, betont auch Ryan Isono, Partner bei Felicis. „Die alltäglichen Bereiche der Gesundheitsverwaltung machen jährlich fast eine Billion US-Dollar an Ausgaben aus. Pharos nutzt KI, um den manuellen Prozess der Qualitätsberichterstattung in Krankenhäusern zu automatisieren, in den viel zu wenig investiert wird und der nicht nur große Auswirkungen auf die Einsparungen, sondern auch auf die Patientensicherheit haben kann.“

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