Frisches Kapital für Myricx Bio

by | Jul 8, 2024

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Das britisches Biotech-Unternehmen Myricx Bio knack mit seiner Serie-A-Finanzierung erstmals die 100-Millionen-Euro Marke bei europäischen VC-Deals in diesem Jahr. 

 

90 Millionen britische Pfund, 114 Millionen US-Dollar oder rund 106 Millionen Euro – die bisher größte europäische Serie-A-Finanzierung in diesem Jahr geht an das britische Biotech-Unternehmen Myricx Bio. Zu den großen Investoren der Runde gehören die dänische Novo Holdings sowie der britisch Investor Abingworth. Weitere neue Investoren sind British Patient Capital (BPC), eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der British Business Bank plc., der Wirtschaftsförderungsbank der britischen Regierung, und Eli Lilly & Company sowie die bisherigen Investoren Sofinnova Partners und Brandon Capital.

Myricx Bio konzentriert sich auf die Entdeckung und Entwicklung einer neuen Nutzlastklasse für Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADCs). Das frische Kapital soll insbesondere die firmeneigene Pipeline von N-Myristoyltransferase-Inhibitoren (NMTi) ADCs durch den klinischen Nachweis des Konzepts voranbringen. Dahinter verbergen sich Therapien, die auf klinisch validierte tumorassoziierte Antigene abzielen und so eine erhebliche, bisher ungedeckte Lücke in der Onkologie schließen würden. Ferner soll mit dem Geld ein Labor in London eingerichtet und die Management- und F&E-Teams ausgebaut werden.

Myricx selbst ist ursprünglich als Ausgründung des Imperial College London und des Francis Crick Institute entstanden und wird von einer Team international anerkannter Wissenschaftlern geleitet.

Novo Holdings sieht großes Potenzial

Bei Novo Holings haben wir allem die einzigartigen Einblicke in die Biologie der NMT und deren orthogonalen und differenzierten Mechanismen überzeugt, sagt Michael Bauer, Partner Venture Investments bei Novo Holdings: „Die wissenschaftliche Logik hinter der neuartigen Nutzlastchemie gibt uns die Zuversicht, dass NMTi-ADCs das Potenzial haben, das derzeitige Repertoire an ADC-Anwendungen über die derzeitigen Standard-Nutzlastklassen hinaus erheblich zu erweitern und damit neue Behandlungsmöglichkeiten für Patienten zu eröffnen.“ Die Investition spiegele die Strategie wider, in hochinnovative und hochwirksame Biotech-Unternehmen zu investieren. Man freue sich, den Fortschritt von Myricx in der Klinik zu unterstützen. Im Zusammenhang mit der Finanzierung wird Michael Bauer Mitglied des Verwaltungsrats von Myricx. Darüber hinaus wird Max Klement, Principal, Venture Investments, Novo Holdings, dem Myricx-Vorstand als Beobachter beitreten.

Dr. Robin Carr, Chief Executive Officer von Myricx Bio, fügte hinzu: “Wir begrüßen unsere neuen Investoren, darunter Novo Holdings, und danken ihnen für ihre Unterstützung beim Eintritt in unsere nächste Entwicklungsphase. Myricx verfügt nun über die Ressourcen, um sich zu einem vollwertigen F&E-Unternehmen mit eigenen Labors und einem internen F&E-Team mit erweiterten Managementfähigkeiten zu entwickeln.“

Potenzieller Game Change in der Onkologie

NMT ist ein Enzym, das einer Reihe von Proteinzielen, die für das Überleben von Krebszellen entscheidend sind, eine spezifische Lipidmodifikation hinzufügt. Das ADC-Feld wird derzeit von zwei Hauptnutzlastklassen dominiert, den Mikrotubulus- und Topoisomerase-Inhibitoren, wobei die Patienten anfällig für erworbene Resistenzen sind, so dass eine größere Diversifizierung der Nutzlast mit einem neuartigen, orthogonalen und differenzierten Wirkmechanismus erforderlich ist.

Myricx hat gezeigt, dass NMTi-ADCs in mehreren soliden Krebsmodellen, die refraktär gegenüber ADCs auf der Basis von Topoisomerase-Inhibitoren sind, vollständige und dauerhafte Tumorregressionen bei gut verträglichen Dosen erzielen. Darüber hinaus zeigen die NMTi-ADCs eine starke Bystander-Aktivität und eine hohe Wirksamkeit in Organoidmodellen, die von Patienten stammen (PDX), über ein breites Spektrum von Antigenexpressionsniveaus.

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Gemüsekohl für die Gesundheit

Forscher des Leibniz-Instituts für Gemüse- und Zierpflanzenbau haben jene Kohlsorten identifiziert, die besonders wertvolle Pflanzenstoffe für den Menschen beinhalten. Wie die sich auf die Gesundheit auswirken, wird nun in einer Interventionsstudie untersucht.

Grün und vielfältig sollte sie sein, unsere Ernährung. Und einem Gemüse kommt dabei eine besondere Bedeutung zu: Gemüsekohl. Am Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau (IGZ) gibt es mit dem Projekt SharpGreens sogar ein eigenes Forschungsprojekt, das jetzt in die zweite Phase startet. Die wissenschaftliche Fragestellung: Wie beeinflusst eine vielfältige Ernährung reich an Gemüsekohl die Gesundheit? Die humane Interventionsstudie wird gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Freiburg umgesetzt. Erforscht werden sollen vor allem die Auswirkungen auf die Immunfunktionen und das Darmmikrobiom.
Der Interventionsstudie ist eine intensive erste Projektphase vorangegangen, für die am IGZ in den vergangenen 30 Jahre eine umfassende Analytikplattform für sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Abbauprodukte entwickelt wurde. Im Fall des Gemüsekohls geht es um die sogenannten Glucosinolate, die beim Verzehr enzymatisch zu gesundheitsfördernden Abbauprodukten, den Isothiocyanaten, umgewandelt werden können. Diese Substanzen haben entzündungshemmende, antikanzerogene und antimikrobielle Eigenschaften. Bisher wurden mehr als 100 verschiedene Glucosinolate in Pflanzen identifiziert, wobei die Wirksamkeit ihrer Abbauprodukte stark variieren kann.
Über 300 Kohlsorten kultiviert
Im Rahmen des Projekts SharpGreens kultivierte das Team von Projektleiterin Dr. Katja Witzel im letzten Jahr 300 Genbank- und 17 kommerzielle Kohlsorten am IGZ und analysierte die Glucosinolat-Gehalte und Abbauprodukte. Dabei wurden 24 Kohlsorten mit verbesserten Glucosinolat-Gehalten und gewünschten -Abbauprofilen identifiziert. Diese stammen aus verschiedenen Regionen, darunter Kohlrabi aus der ehemaligen DDR, Blumenkohl-Sorten aus Italien, Weißkohl aus Japan und Spanien, Grünkohl aus Schweden und bulgarischer Rotkohl. Zur weiteren Aufklärung des enzymatischen Glucosinolat-Abbaus wurde das Proteom aller Kohlsorten am IGZ analysiert und ergänzend dazu eine genomweite Assoziationsstudie vom Projektpartner Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung (IPK) durchgeführt.
In der nun gestarteten zweiten Projektphase werden die ausgewählten Kohlsorten in der Interventionsstudie am Universitätsklinikum Freiburg unter der Leitung von Prof. Dr. Evelyn Lamy eingesetzt. Es wird untersucht, ob der Verzehr einer vielfältigeren Gemüsekohl-Diät die Gesundheit beeinflusst und ob diese Effekte auf den hohen Gehalt an gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen oder die Pflanzenvielfalt zurückzuführen sind. Die Probanden erhalten dafür in einem randomisierten Crossover-Versuch vier verschiedene Gemüsekohl-Diäten, die aus gefriergetrockneten Kohlpflanzen am IGZ hergestellt werden und definierte Mengen an bioaktiven Substanzen enthalten. Außerdem wird der Einfluss der Vielfalt an Gemüsekohl in der Ernährung auf die Zusammensetzung des Darmmikrobioms untersucht.
Bewusstsein für Vielfalt fördern
Die Forschungsergebnisse sollen anschließend über verschiedene Formate wie Kochevents, Feldführungen und Ausstellungen an die Öffentlichkeit kommuniziert werden. Ziel ist es, das Bewusstsein für den Erhalt der Artenvielfalt in der Landwirtschafft sowie eine vielfältige pflanzenbasierte Ernährung zu fördern. Unterstützt werden die Forscher dabei von proWissen Potsdam e.V. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert SharpGreens im Rahmen der Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt (FEdA) und der Richtlinie zur Erforschung der Zusammenhänge zwischen Biodiversität und menschlicher Gesundheit (BiodivGesundheit2) mit 1,1 Millionen Euro für einen Zeitraum von drei Jahren.

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