Frisches Kapital für kanadisch-israelisches Biotech

by | Apr 10, 2024

Quelle: Nurexone Biologic Inc.

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Umgerechnet 2,7 Millionen Euro sammelt Nurexone mit der Ausübung von Optionsscheinen ein. Kapital soll in die Weiterentwicklung einer Behandlungsmethode bei akuten Rückenmarksverletzungen fließen.

Es soll die High-End-Exosomenforschung beschleunigen: Das israelisch-kanadische Biotech-Unternehmen Nurexone Biologic Inc. übt seine im Juni 2022 ausgegebenen Stammaktien-Optionsscheine aus und sammelt so umgerechnet 2,7 Millionen Euro (vier Millionen kanadische Dollar) von bestehenden Investoren ein. Mit der Finanzspritze soll die Entwicklung von Exopten vorangetrieben werden.

Dabei handelt es sich um eine nicht-invasive Behandlungsmethode von akuten Rückenmarksverletzungen auf Basis intranasal verabreichter Exosomen. Das sind etwa 30 bis 90 Zentimeter große Vesikel, die von jeder Zelle produziert werden. Ihre Aufgabe ist die interzelluläre Kommunikation. Deshalb enthalten sie zahlreiche Information der Mutterzelle – etwa in Form von RNA, DNA und Proteinen –, welche sie in konzentrierter Form an die Empfängerzelle weitergeben können.

Genau diese Eigenschaft will sich Nurexone zunutze machen. Über Exopten intranasal verabreichte Exosomen wurden bereits erfolgreich an gelähmten Laborratten getestet und erzielten in 75 Prozent der Fälle eine deutliche Verbesserung der Mobilität. Die amerikanische Arzneimittelaufsicht FDA hat Exopten auch bereits als Orphan Drug, also als ein Medikament zur Behandlung seltener Erkrankungen, zugelassen; ein Antrag bei der EMA und Versuche am Menschen seien in Planung, heißt es von Nurexone.

 

 

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