Fresenius legt starke Quartalszahlen vor

von | Nov. 7, 2024

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Der Konzernumbau von Fresenius macht sich bezahlt. In Bad Homburg konnte man gute Quartalszahlen vermelden.

Einfacher, fokussierter und damit erfolgreicher scheint die neue Formel bei Fresenius zu lauten. Denn auch im dritten Quartal des Jahres legen die Bad Homburger wieder starke Zahlen vor. Das Umsatzwachstum im Konzern stieg um neun Prozent auf 5,3 Milliarden Euro, was vor allem auf die starke operative Entwicklung beim Generikahersteller Kabi sowie das gute organisches Wachstum bei Helios zurückzuführen ist. Damit kann sich auch die Ergebnisentwicklung sehen lassen: Währungsbereinigt gab es einen Anstieg beim EBIT um ebenfalls neun Prozent auf 552 Millionen Euro sowie ein Wachstum beim Ergebnis je Aktie von sieben Prozent. Konzernweite Kosteneinsparungen und Produktivitätsgewinne über Plan haben dafür gesorgt, dass man das Gesamtjahresziel bereits in den ersten neun Monaten erreicht hat. Entsprechend hat Fresenius seine Prognose für das Gesamtgeschäftsjahr nun erneut angehoben. Statt zwischen vier und sieben Prozent, soll das organische Umsatzwachstum zwischen sechs und acht Prozent liegen. Währungsbereinigt peilt man außerdem ein EBIT-Wachstum zwischen acht und elf anstatt wie zuvor zwischen sechs und zehn Prozent an.

„Team Fresenius“ habe wieder geliefert, sagt Konzernchef Michael Sen: „Bei einem kräftigen Umsatzwachstum konnten wir gleichzeitig die Marge verbessern. Durch die Ausrichtung auf Kabi und Helios sind wir fokussierter und stärker. Beide Geschäfte liefern eine konstant und nachhaltig gute Performance. Das zeigt sich auch bei der exzellenten Cashflow-Entwicklung.“ Letzterer erhöhte sich auf 763 Millionen Euro im Vergleich zu 603 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Weniger Schulden, mehr Wachstum

Die Finanzkraft will Sen nutzen, um die Verschuldung weiter zu verringern, das Ergebnis je Aktie sowie die Renditen weiter zu steigern. Das selbst auferlegte Programm „Future Fresenius“ würde sich auszahlen. Das zeige man aktuell Quartal für Quartal.

Dass der Umbau allerdings noch nicht abgeschlossen ist, zeigt ein Blick auf die Sonderbelastungen. Vor allem der Ausstieg aus dem verlustbringenden Vamed-Geschäft ist noch nicht ganz verdaut, obwohl dieses bereits seit dem zweiten Quartal kein Berichtssegment mehr ist. Der Verkauf des Rehabilitationsgeschäfts sowie der Aktivitäten der Vamed in Österreich führten in den ersten neun Monaten 2024 zu nicht-zahlungswirksamen Sondereffekten in Höhe von 406 Millionen auf Ebene des Konzernergebnisses. Wie die aktuellen Diskussionen um den Verkauf des Anton-Proksch-Instituts zeigen, dürfte Vamed auch im Gesamtgeschäftsjahr noch ein Thema bleiben – wenn auch mit geringeren Auswirkungen.

Kabi und Helios solide Grundpfeiler

Dass der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2024 noch einmal erhöht werden konnte, liegt vor allem am starken Wachstum bei Kabi und Helios. Beim Generikahersteller erwartet Fresenius organisches Umsatzwachstum6 im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge soll in einer Bandbreite von 15 bis 16 Prozent liegen (strukturelles Margenband: 14 bis 17 Prozent). Für seine Kliniksparte geht der Konzern für das Geschäftsjahr 2024 von einem organischen Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die EBIT-Marge soll zwischen zehn und elf Prozent liegen (strukturelles Margenband: zehn bis zwölf Prozent).

Analysten haben die Quartalsergebnisse durchweg positiv bewertet. Von Berenberg gab es ein „Buy“, JP Morgan sagt „Overweight” und auch von Warburg gab es ein „Buy“. Insgesamt hat sich der Aktienkurs deutlich erholt. Nach Bekanntgabe der Zahlen erreichte sie ein neues 52-Wochen-Hoch von 35,90 Euro.

 

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