Forschungskooperation zur Pandemiebekämpfung

by | Mar 13, 2024

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Das Helmholtz Zentrum München und das Universitätsklinikum Augsburg bündeln Kräfte, um die Pandemie-Forschung voranzutreiben. 

 

Es ist eine Kooperation, die eine moderne Infrastruktur entwickeln soll, aus der vor allem Präventions- und Managementstrategien gegen Pandemien hervorgehen könnten. Dafür tun sich das Helmholtz Zentrum München und das Universitätsklinikum Augsburg zusammen. Im Rahmen des EU-Projekts „PerForM-REACT” wurde nun eine Erweiterung des Sicherheitslabors in Augsburg eingeweiht. Finanziert durch die europäische COVID-19-Hilfe „REACT-EU” und den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung soll die Zusammenarbeit die Früherkennung von Krankheiten verbessern und die Entwicklung neuer Medikamente vorantreiben.

Forschung schon gestartet

In Augsburg haben die Arbeiten bereits begonnen: Besonderes Augenmerk liegt hier auf der Erforschung von Allergien sowie der Wechselwirkung zwischen Mensch und Umwelt. Die Forschenden konzentrieren sich auf die Identifizierung von COVID-19-Biomarkern zur Früherkennung von Krankheitsverläufen. Auch in München werden hochmoderne Methoden eingesetzt, um die Folgen von Atemwegsinfekten für die Lunge und andere Organe zu untersuchen. Ziel ist die Entwicklung neuer Medikamente, um Organschäden zu verhindern. Die Luftübertragung von Viren steht dabei im Fokus der Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Augsburg. Prof. Claudia Traidl-Hoffmann, Direktorin am Helmholtz Munich Institut für Umweltmedizin (IEM) und Professorin für Umweltmedizin an der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg, betont die Bedeutung des Projekts für die Gesundheit der Bevölkerung: „Wir möchten Erreger finden und erkennen, bevor sie sich verbreiten. Dieses Projekt ist eine Investition in unsere Zukunft und Gesundheit.“

Interdisziplinäre Zusammenarbeit für bessere Pandemievorsorge

Die Eröffnung des erweiterten Sicherheitslabors markiert einen Schritt in Richtung verstärkter interdisziplinärer Zusammenarbeit im Bereich der Gesundheitsforschung. Durch die Schaffung eines starken Forschungsnetzwerks zwischen den beteiligten Institutionen werden weitere Fortschritte in der Pandemievorsorge erwartet. Prof. Dr. Andreas Rathgeber, Vizepräsident für Bildungserfolg, Lehre und Studium an der Universität Augsburg, betont die Bedeutung dieses Projekts für die Forschung: „Die heute eröffneten Labore werden ein Ort gelebter Interdisziplinarität sein, um Lösungen für drängende Fragen zu finden.“

Die Erweiterung des Augsburger Labors der Sicherheitsstufe 2 (BSL2) ergänzt das bereits vorhandene Sicherheitslabor der Stufe 3 (BSL3) am Helmholtz Munich Campus in Neuherberg. Dr. Michael Frieser, administrativer Geschäftsführer von Helmholtz Munich, hebt die Bedeutung der EU-Unterstützung hervor: „Die finanzielle Unterstützung der Europäischen Union hat es ermöglicht, unsere Labore auf den neuesten Stand der Technik zu bringen, um aktiv zur Verhinderung zukünftiger Pandemien beizutragen.”

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