Forschung am Bedarf der Patienten ausgerichtet

by | Feb 16, 2024

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Aus einem dreiwöchigen Online-Dialog mit Betroffenen will das Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit den Forschungskompass Mentale Gesundheit erarbeiten.

 

Das Projekt trägt den Namen „Kommit“, vermutlich ein Wortspiel aus dem deutschen Verb „mitkommen“ und dem englischen Verb „to commit“ für sich verpflichten. In jedem Fall startet das Deutsche Zentrum für Psychische Gesundheit (DZPG) am 22. Februar unter eben diesem Namen einen dreiwöchigen Online-Dialog, über den Betroffene sowie deren Angehörige ohne großen Aufwand die Themen einbringen können, die sie für die Forschung für relevant halten. Ziel des Projekts ist es, aus den Ergebnissen anschließend einen Forschungskompass Mentale Gesundheit zu erarbeiten, sodass Forscher sich bei ihrer Themenauswahl stärker am Bedarf der Patienten ausrichten können.

„Wir wollen das Erfahrungswissen von Betroffenen sammeln und damit stetig zur Verbesserung von Lebensqualität und Forschung beitragen,“ sagt Silke Lipinski, Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Kommit. Und Myriam Bea, Mit-Initiatorin des Projekts, ergänzt: „Die Online-Beteiligung ist niederschwellig und ohne großen zeitlichen Aufwand machbar. Mit kommit-deutschland.de wollen wir möglichst viele Betroffene und ihnen Nahestehende zum Mitmachen motivieren, und so eine Vielzahl von Perspektiven für den Forschungskompass einsammeln.”

Initiiert wurde Kommit im Trialogischen Zentrumsrat des DZGP, wo Betroffene und Angehörige organisiert sind.

 

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