Eine aktuelle Erhebung zeigt: Gesundheit und Fitness sind den Bundesbürgern wichtiger den je. Die Branche verzeichnet einen Mitglieder- und Umsatzrekord.
Die Fitness- und Gesundheitsbranche in Deutschland bliebt auf Wachstumskurs. Das zeigt die aktuelle Studie „Eckdaten der deutschen Fitnesswirtschaft 2026″, die der DSSV e. V. – Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen gemeinsam mit Deloitte und der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) nun veröffentlicht hat.
Mit 12,36 Millionen Mitgliedern, einem Nettoumsatz von 6,25 Milliarden Euro und 9.647 Fitness- und Gesundheitsanlagen präsentiert sich die Branche wirtschaftlich stark und gesellschaftlich relevanter denn je, heißt es von den Studienmachern. Knapp 15 Prozent der Deutschen trainieren demnach in Fitness- und Gesundheitsanlagen.
Damit erreicht die Branche erneut ein Rekordniveau – sowohl bei der Nachfrage nach Fitness- und Gesundheitsangeboten als auch bei der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit.
Beitrag zur Prävention
Ralf Capelan, Mitglied des Vorstands und Schatzmeister des DSSV, ordnet die Entwicklung wie folgt ein: „Die aktuellen Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass Fitness- und Gesundheitstraining für viele Menschen zu einem unverzichtbaren Bestandteil ihres Alltags geworden ist. Unsere Branche leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsförderung und Prävention in Deutschland.”
Das bestätigt auch Prof. Dr. Sarah Kobel, Leiterin Wissenschaft und Forschung an der DHfPG. Sie betont: „Regelmäßiges Training in Fitness- und Gesundheitsanlagen kann einen wesentlichen Beitrag zur Prävention leisten. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass immer mehr Menschen aktiv etwas für ihre Gesundheit tun.“
Und die Menschen hierzulande zu durchaus bereit, in diese Prävention zu investieren. Monatlich liege der Mitgliedsbeitrag bei 48,55. Besonders günstig seien Fitness-Ketten mit rund 40 Euro, besondere „Special-Interest-Studios“ würden aber durchaus auch über 80 Euro pro Monat verlangen.
Karsten Hollasch, Partner bei Deloitte und Co-Autor der Studie, erklärt: „Die Fitnessbranche zeigt eine bemerkenswerte wirtschaftliche Stabilität. Trotz gesamtwirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt die Bereitschaft der Menschen hoch, in ihre Gesundheit zu investieren. Das unterstreicht die langfristige Wachstumsdynamik und die zunehmende Bedeutung der Branche.”
Trend: Standortunabhängiges Training
Auch Aggregatoren gewinnen in der deutschen Fitnesswirtschaft weiter an Bedeutung und leisten einen wesentlichen Beitrag zur erweiterten Marktdurchdringung – also jene Betreiber, die verschiedene Angebote auf einer Plattform bündeln. Im Jahr 2025 trainieren zusätzlich rund 1,47 Millionen Menschen über Aggregatorenmodelle in Fitness- und Gesundheitsanlagen. Werden diese Mitglieder berücksichtigt, steigt die Gesamtzahl der Trainierenden auf 13,83 Millionen. Dies entspricht einer Reaktionsquote von rund 16,5 Prozent. Aggregatoren sind im Markt fest etabliert: 76,1 Prozent der Anlagen in Deutschland sind bereits an mindestens ein entsprechendes Netzwerk angebunden. Die Entwicklung zeigt, dass Aggregatoren neue Zielgruppen erschließen und den adressierbaren Markt vergrößern, ohne klassische Mitgliedschaften primär zu substituieren.
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