EY-Pulsumfrage: Technologieinvestments brauchen langfristige Perspektive

by | Feb 21, 2024

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Die Unternehmensberatung Ernst & Young hat in den USA den „Puls gefühlt“. Welche strategischen Investitionen in Digital Health wurden getätigt und haben sie sich ausgezahlt?

 

Es ist die erste Health Pulse Survey von Ernst & Young in den USA und sie soll Aufschluss darüber geben, wie sich das dortige Gesundheitssystem seit der Corona-Pandemie angepasst hat. Dafür wurden über 100 Führungskräfte von Kostenträgern und Leistungserbringern befragt – mit interessanten Ergebnissen: 71 Prozent der Befragten sagen, dass die Einführung neuer Technologien die Gesamtausgaben des Krankenhauses nicht gesenkt hat. Mit anderen Worten: Digital Health ist noch nicht rentabel. Dennoch sind fast alle Führungskräfte im Sektor (96 Prozent) der Meinung, dass sich die anfängliche finanzielle Investition in neue Technologien lohnt.

Das erklärt, warum in den USA trotz bisher ausbleibender Rentabilität weiter fleißig investiert wird – von allgemeinen Tech-Investitionen bis hin zu generativer KI. Neun von zehn Führungskräften im Gesundheitswesen geben an, dass ihre Abteilung nach der Verlagerung von Verwaltungsaufgaben auf ein digitales System mehr Zeit hat, um sich um die Bedürfnisse von Patienten und Leistungserbringern zu kümmern. 60 Prozent der Führungskräfte im Gesundheitswesen investieren aktiv in KI-basierte Anwendungen – und sehen darin eine transformative Kraft. Die Mehrheit (96 Prozent) der Befragten sagt, dass dadurch weniger Zeit verloren geht und zudem Kosten gespart werden können.

Dr. Kaushik Bhaumik, US Health Technology Leader bei EY, fasst die Ergebnisse wie folgt zusammen: „Das Gesundheitswesen, so wie wir es kennen, steht am Rande einer Revolution, da immer mehr Krankenhäuser und Gesundheitsdienstleister digitale Gesundheitssysteme einführen. Laut den Ergebnissen der Health Pulse Survey haben Führungskräfte im Gesundheitswesen aus erster Hand erfahren, dass sich die Einführung digitaler Gesundheitssysteme positiv auf die betriebliche Effizienz auswirkt und es dem medizinischen Personal ermöglicht, sich auf die Behandlung von Patienten, statt auf administrative Aufgaben zu konzentrieren, Engpässe bei der Pflege zu lindern und damit die Kosten für die Patientenversorgung zu senken.”

Return on Investment schwer messbar

Was die Blitzumfrage allerdings auch zeigt: Obwohl 86 Prozent der Befragten eine Kostenreduzierung durch digitale Gesundheitslösungen erkennen, sagen 70 Prozent, dass sie noch keinen Return on Investment sehen. Für die Hälfte der Befragten liegt das vor allem an isolierten Verfolgungsmetriken, die es schwierig machen, den anfänglichen Kostenwert der Technologie für die Praxis erfolgreich zu überwachen.

Außerdem würde die Nachfrage nach technisch versierten Fachkräften steigen. Auch dafür investieren 90 Prozent der Führungskräfte im amerikanischen Gesundheitswesen dieser Tage mehr Geld.

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