Im Klinikum Frankfurt/Oder soll KI-Roboter Navel ab sofort die Belegschaft auf der Geriatrie-Station unterstützen und sich beispielsweise mit Patienten unterhalten.
Inwieweit kann ein KI-gestützter Roboter Pflegekräfte in Kliniken unterstützen? Antworten darauf will man nun im Klinikum Frankfurt/Oder finden, genauer gesagt auf der Geriatrie-Station. Denn die ist ab sofort Arbeitsort von Roboter „Navel“, einer Entwicklung von Navel Robotics. Dank Künstlicher Intelligenz kann Navel Bewegungen, Stimmen sowie Emotionen erkennen und „menschenähnlich“ darauf reagieren. Wie das bei den Patienten ankommt, wird in den kommenden Monaten unter wissenschaftlicher Begleitung des Teams um Pflegedirektorin Dr. Jenny Wortha dokumentiert und evaluiert.
Durch den Einsatz soll die Interaktion und der Austausch zwischen den Patientinnen und Patienten gestärkt, das Wohlbefinden verbessert und positive Emotionen geweckt werden. Navel unterstützt bei Aktivitäten und kann auch fachliche Gespräche führen.
„Wir sehen Navel als ergänzendes Angebot und freuen uns sehr, dass wir seine Funktionen nutzen können und gemeinsam mit dem Entwicklerteam von Navel Robotics stetig weiterentwickeln werden”, erklärt Pflegedirektorin Dr. Jenny Wortha.
Navel ist technisch mit mehreren Mikrofonen und Kameras sowie 3D-Augen ausgestattet, die denen von Menschen ähneln sollen. Auch Kopfbewegungen und Mimik seien lebhaft und authentisch. Er kann zuhören, Fragen beantworten, Emotionen verstehen und entsprechend darauf reagieren.
„Wir sind sehr gespannt, wie unsere Patientinnen und Patienten auf Navel reagieren und mit ihm kommunizieren werden”, sagen die beiden Chefärzte der Geriatrie Dr. med. Anja Berndt und Dr. med. Mariusz Maciejewski.
Die personenbezogenen und sensiblen Daten, die Navel verarbeitet wie beispielsweise Sensordaten, werden sowohl auf dem Roboter als auch in der Cloud DSGVO-konform verarbeitet.



