Ehex hat als erstes Unternehmen eine Zertifizierung nach BSI TR-03161 für sein KIM-Modul erhalten.
Freiwillig eine Primärsystemkomponente auf Herz und Nieren prüfen lassen. Diesen proaktiven Schritt ist Ehex nun für sein KIM-Modul des Easy-TI gegangen. In Zusammenarbeit mit der SRC Security Research & Consulting GmbH wurde die Lösung nun nach BSI TR-03161 zertifiziert. Die symbolische Zertifikatsübergabe fand am BSI-Stand auf der DMEA statt.
Die IT-Sicherheit von Software im Gesundheitswesen steht unter Beobachtung. Im März 2026 hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik in einer eigenen Untersuchung festgestellt, dass bei einer Mehrheit der überprüften Primärsysteme Schwachstellen erfolgreiche Angriffe aus dem Internet ermöglichen könnten. Verbindliche Sicherheitsprüfungen für Softwarekomponenten, die an die TI angebunden sind, gibt es bislang nicht. Die BSI TR-03161 definiert genau solche Anforderungen: Sie legt fest, welches Sicherheits und Datenschutzniveau TI-Anwendungen erfüllen müssen – mit dem Ziel, sensible Gesundheitsdaten zuverlässig zu schützen.
Ehex hat die erforderlichen Nachweise nun als erstes Unternehmen freiwillig erbracht. Und die Zertifizierung hat einen praktischen Nutzen für die Hersteller von Primärsystemen: Ein wesentlicher Teil des sicherheitsrelevanten Risikos ist durch das BSI-Zertifikat bereits abgedeckt. Das vereinfacht spätere Sicherheitsprüfungen.
Ehex-Geschäftsführer Frédéric Naujokat hofft, dass die Zertifizierung nun Vorbildcharakter bekommt: „Die TI braucht ein Qualitätsniveau, das maximales Vertrauen verdient.” Und Dr. Jens Putzka, Senior Berater bei SRC ergänzt: „Gesundheitsdaten haben den höchsten Schutzbedarf. Doch ausgerechnet Primärsysteme unterliegen kaum verbindlichen Sicherheitsanforderungen. Die freiwillige Zertifizierung ist ein starkes Signal, dass Sicherheit nicht nur eine Frage der Regulierung ist, sondern auch eine Frage der Haltung.“



