Erste „Checkupbox“ zur Hautkrebsvorsorge in München eröffnet

von | Apr. 15, 2025

Anhoren

Teilen

 

Sie sollen Hautkrebsvorsorge einfacher, schneller und besser zugänglich machen. Dafür wurde nun die erste „Checkupbox“ in München-Fasanengarten eröffnet.

 

Es ist ein neues, technologiegestütztes Konzept, das die Früherkennung von Hautkrebs unterstützen soll. Nun wurde die erste „Checkupbox“ in München-Fasanengarten eröffnet. Das Startup Checkupbox wurde von Dr. med. Cecilia Dietrich, Andreas Halser und Felix Michl in der Nähe von München gegründet und hat ein Hautkrebs-Screening mittels Ganzkörperscan entwickelt, bei dem ein 3D-Modell des Körpers erstellt und alle Hautauffälligkeiten erfasst werden sollen.

Dafür werden in der Box hochwertige Bilder verdächtiger Hautstellen aufgenommen und direkt vor Ort von einer künstlichen Intelligenz vorab bewertet. Anschließend beurteilen erfahrene Dermatologen die Aufnahmen – jedoch nicht direkt vor Ort, sondern zeitlich flexibel aus der Ferne. Das bedeutet: Die Bilder werden unabhängig vom Arzttermin aufgenommen und später in Ruhe geprüft. So können auch Fachkräfte mit eingeschränkter Verfügbarkeit – etwa in Elternzeit oder im Ruhestand – ihre Expertise weiterhin einbringen.

Aktuell übernehmen nur private Krankenversicherungen die Kosten für die Untersuchung in der Checkupbox. Für gesetzlich Versicherte ist das Angebot derzeit noch eine Selbstzahler-Leistung. Es laufen jedoch auch bereits Gespräche mit gesetzlichen Krankenkassen, um das Modell in Zukunft für alle Versicherten zugänglich zu machen.

Mit der ersten Filiale in München will das Team der Checkupbox zeigen, wie moderne Technik helfen kann, medizinische Versorgungslücken zu schließen – unkompliziert, schnell und sicher. Denn aktuell gibt es in Deutschland zu wenige wohnortnahe und effiziente Hautkrebsscreenings – und das sogar in Großstädten. Der Grund: Fachärzte für Hautkrankheiten sind vielerorts überlastet. Zudem verlaufen viele Hautuntersuchungen unauffällig und binden dadurch wertvolle Zeit in den Praxen. Gleichzeitig steigt die Zahl der Hautkrebserkrankungen seit Jahren – immer mehr Menschen müssen deshalb sogar stationär behandelt werden. Verschärft wird die Situation durch den demografischen Wandel: In den nächsten zehn Jahren geht rund ein Viertel der heute tätigen Hautärztinnen und Hautärzte in den Ruhestand, rechnet man bei Checkupbox vor und ist deshalb überzeugt, eine wichtige Lücke in der Gesundheitsversorgung zu schließen.

Das könnte Sie auch interessieren