Erneuter Cyberangriff auf Klinik: Funkgeräte statt IT

by | Feb 12, 2024

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Am Freitagabend wurde das Krankenhaus Lindenbrunn von Hackern lahmgelegt. Auf Lösegeldforderungen ist man nicht eingegangen.  

 

Und wieder ist eine Klinik Opfer eines Hackerangriffs geworden. Dieses Mal hat es das Krankenhaus Lindenbrunn in Coppenbrügge getroffen. Zuletzt wurden in Deutschland und auch in Europa immer mehr Datenpannen und Cyberangriffe im Gesundheitswesen öffentlich.

In Coppenbrügge waren neben den EDV-Systemen auch die komplette Telekommunikation betroffen. Die Feuerwehr musste mit Funkgeräten aushelfen – auch, weil man den „Lösegeldforderungen“ für die gekaperten IT-Systeme nicht nachkommen wollte. Derzeit sind IT-Sicherheitsfachleute dabei, die Server und Datenbanken zu untersuchen. Erst dann werden die Systeme wieder in Betrieb genommen. Denn das Einfalltor sei noch nicht bekannt. Patienten seien durch den Vorfall nicht gefährdet, allerdings sei man vorsorglich wieder zurück bei Papier und Stift und erstelle übergangsweise analoge Patientenakten, heißt es.

Nach der Caritas-Klinik Dominikus und den Bezirkskliniken Mittelfranken ist dies bereits der dritte Angriff auf eine Klinik im Februar. Ebenfalls in der vergangenen Woche hat es den französischen Gesundheitsdienst Vivamedis getroffen. Dort wurden bei einer Cyberattacke personenbezogene Daten wie Familienstand, Geburtsdatum oder Sozialversicherungsnummer von Versicherten offengelegt. Die Verwaltungsplattform von Vivamedis wurde sofort abgeschaltet, als das Leck entdeckt wurde. Die Kriminellen haben sich über eine Phishing-Attacke auf einen Mitarbeiter Zugang zu den Systemen verschafft. Das volle Ausmaß und die Anzahl der betroffenen Personen ist noch nicht klar. Vivamedis verwaltet den Zahlungsverkehr von 84 Gesundheitsorganisationen und deckt damit 20 Millionen Versicherte ab.

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