Entlassbriefe: Pilotkliniken gesucht

von | Juni 26, 2026

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Das Sozialunternehmen „Was hab’ ich?“ sucht 15 Pilotkliniken, die für drei Jahre kostenfrei eine praxiserprobte Patientenbrief-Software testen.

 

Es ist eine bundesweite Initiative, die den flächendeckenden Einsatz patientenverständlicher Entlassdokumente voranbringen soll. Dafür sucht das Sozialunternehmen „Was hab’ ich?“ 15 Pilotkliniken, die drei Jahre kostenfrei und ohne anschließende Verpflichtungen eine praxiserprobte Patientenbrief-Software im Klinikalltag integrieren. Die Initiative soll zeigen, dass eine Umsetzung in die Regelversorgung reibungslos gelingen kann.

Der Fokus der Software von „Was hab’ ich?“ liegt darauf, vollautomatisiert für Patientinnen und Patienten leicht verständliche Entlassbriefe zu generieren – zusätzlich zu den regulären fachsprachlichen Dokumenten. Damit soll die Lösung nicht nur das Entlassmanagement aufwerten, sondern auch die Gesundheitskompetenz der Betroffenen stärken. Denn: Eine umfangreiche Studie der TU Dresden belegt, dass über 90 Prozent der Patientinnen und Patienten die Briefe ausführlich lesen und sie als hilfreich empfinden. Und auch die Kliniken profitieren laut „Was hab‘ ich?“ von der Software da die Patientenbriefen ein wirkungsvolles Aushängeschild seien, das gleichzeitig zu besseren Bewertungen durch Patientinnen und Patienten sowie Einweisenden führt.

„Krankenhäuser stehen heute unter großem wirtschaftlichem und personellem Druck. Deshalb war es uns bei der Entwicklung der Software so wichtig, dass für das Klinikpersonal keine Zusatzarbeit anfällt“, erklärt „Was hab’ ich?“-Geschäftsführer Ansgar Jonietz. „Unser System läuft komplett im Hintergrund, dockt an das bestehende KIS an und entlastet das Personal, weil weniger Nachfragen entstehen. Die 15 Pilot-Kliniken erhalten damit eine echte Aufwertung des Entlassmanagements.“

Bewusst keine KI im Einsatz

Das vielleicht besondere an der Lösung von Was hab’ ich?“: Ganz bewusst verzichtet die Software auf generative Künstliche Intelligenz (KI). Stattdessen verknüpft das System die strukturierten Daten aus dem Krankenhausinformationssystem (KIS) automatisiert mit ärztlich erstellten und kontinuierlich aktualisierten Texten. Die Briefe sind wissenschaftlich korrekt, rechtssicher und DSGVO-konform. Da die Erstellung komplett im Hintergrund abläuft, entsteht für die Ärztinnen und Ärzte vor Ort keinerlei zusätzlicher Kontroll- oder Dokumentationsaufwand.

Die Patientenbrief-Software ist praxistauglich und bereits erfolgreich im Einsatz – unter anderem am Herzzentrum Dresden und im Helios Patientenportal. Sie lässt sich an jedes KIS anbinden oder in Patientenportale integrieren. Für Kliniken mit Dedalus ORBIS steht bereits eine fertige Integration zur Freischaltung bereit.

Das Pilotprojekt ist für die teilnehmenden Häuser mit keinerlei Risiko verbunden, heißt es vom Sozialunternehmen. Die Nutzung ist für drei Jahre kostenfrei, ein Abonnement oder eine automatische Verlängerung gibt es nicht. Nach Ablauf der Pilotphase entscheiden die Kliniken selbst über eine Weiterführung.

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