US-Pharmakonzern Eli Lilly übernimmt das auf chronische Schmerzen spezialisierte Biotech Site One Therapeutics.
Bekannt ist US-Pharmakonzern Eli Lilly vor allem für seine Abnehmspritze, die unter anderem für die immense Marktkapitalisierung (647 Milliarden US-Dollar) und die durchaus ansehnliche Bruttomarge von 81,7 Prozent verantwortlich ist. Der jüngste Zukauf des Konzerns hat jedoch einen ganz anderen Fokus, nämlich chronische Schmerzen. Für bis zu einer Milliarde US-Dollar – abhängig von Meilensteinzahlungen – schluckt Eli Lilly das Biotech Site One Therapeutics und sichert sich damit Zugang zu einem Phase-II-bereiten Nav1.8-Inhibitor, dessen potenzielle Wirkung für die Behandlung chronischer Schmerzen weiter erforscht werden soll.
Dieser strategische Schritt zielt darauf ab, Lillys Portfolio an Schmerztherapien zu stärken, die nicht das mit Opioiden verbundene Suchtrisiko tragen, betont man im Haus.
John Mulcahy, Ph.D., CEO und Mitbegründer von Site One Therapeutics, ist Lilly der ideale Partner, um die Weiterentwicklung seines Kandidaten STC-004 zu beschleunigen und zur Marktreife zu bringen. Site One konnte erst im Februar mit positiven Phase-I-Ergebnissen für eben diesen Wirkstoff glänzen und damit das Interesse von Eli Lilly auf sich ziehen.
Bis zur Zulassung ist es dennoch ein weiter Weg, weshalb die Übernahme mit Risiken behaftet ist. Vielleicht auch deshalb betont man bei Lilly unterschwellig, dass man es sich leisten könne. Und das stimmt bei einem Umsatzwachstum von 36,4 Prozent natürlich auch. Allerdings obliegt der Abschluss der Transaktion natürlich auch noch den üblichen Abschlussbedingungen und Genehmigungen.



