„E“ auf Rezept?

by | Feb 19, 2024

Anhoren

Teilen

 

Die amerikanische Food and Drug Administration prüft erstmals die Zulassung einer psychedelisch unterstützten Therapie – und das vorrangig.

 

Es ist eine Kombination aus MDMA (3,4-Methylendioxy-N-methylamphetamin) und Gesprächstherapie, deren Zulassung die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) derzeit prüft – und zwar im Eilverfahren. Der als vorrangig eingestufte Antrag soll innerhalb von sechs anstatt von zehn Monaten bewertet werden. Entwickelt wurde die Therapie von Lykos Therapeutics, die sich auf den Einsatz von MDMA zur Behandlung von posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) spezialisiert haben.

MDMA ist ein synthetisches Amphetaminderivat mit stimulierender und leicht halluzinogener Wirkung – allgemein vor allem als Ecstasy bekannt. Lykos Therapeutics forscht seit 30 Jahren an MDMA zur Behandlung von PTBS – früher unter dem Namen MAPS Public Benefit. Dass die FDA den Antrag nun im Eilverfahren prüft, mag auch damit zusammenhängen, dass PTBS in den USA ein großes Thema ist – vor allem bei Veteranen des US-Militärs. Laut Angaben des Department of Veterans Affairs leiden etwa fünf Prozent der Amerikaner unter den psychischen Problemen. Zudem ist die Erkrankung schwer zu behandeln.

Sollte die FDA den Antrag von Lykos genehmigen, muss die Drug Enforcement Administration MDMA neu einstufen, bevor Ärzte es verschreiben können. Aktuell ist MDMA auch in den USA eine sogenannte Liste-1-Droge, die höchste Kategorie mit hohem Missbrauchsrisiko.

Das könnte Sie auch interessieren