DigitalRadar: Zweite Messung mit Fortschritten

von | Jan. 10, 2025

Anhoren

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Die digitale Reife deutscher Krankenhäuser hat sich verbessert. Das belegt die zweite Messung des DigitalRadar im Rahmen des KHZG.

 

KHZG – vier Buchstaben, die in den aktuellen politischen Reformwirren nahezu verschwunden sind. Medial wurde auch kaum über die Deadline zum 31. Dezember 2024 gesprochen. Wer bis dahin noch Projekte beauftragt hat, kann diese nun noch mit dem KHZG-Geldern fördern lassen. Mit dem Jahreswechsel ist nun Schluss. Eine Bilanz kann jedoch erst gezogen werden, wenn die geförderten Projekte auch wirklich umgesetzt sind.

Dennoch sieht das KHZG regelmäßige Messungen des digitalen Reifegrades vor. Und eben diese Zahlen wurden mit der zweiten DigitalRadar-Erhebung nun veröffentlicht. Angesicht der aktuellen Lage zahlreicher Krankenhäuser verwundert es nicht, dass die Punktezahl bei Durchschnittlich 42,1 von insgesamt 100 erreichbaren Punkten liegt – wobei das eine Steigerung von 9,1 Punkten gegenüber der ersten Erhebung 2021 ist, ein Plus von 27,3 Prozent. Insbesondere in den Dimensionen „Strukturen und Systeme“, „Klinische Prozesse“ und dem digitalen „Informationsaustausch“ konnten mit Steigerungen um jeweils circa elf Punkte deutliche Fortschritte erzielt werden, heißt es von den Verantwortlichen.

Prof. Dr. Volker Amelung, Konsortialpartner des DigitalRadar und CEO des inav hält den Fortschritt sogar für beeindruckend, wobei er auch eingesteht: „Es gibt auch noch viel zu tun.“

Rege Teilnahme

Im Vergleich zur ersten Messung haben zwar etwas weniger Kliniken an der zweiten Messung teilgenommen (1.592 zu 1.624), mit Blick auf Trägerschaft, Größe und Notfallstufe sei die Vergleichbarkeit der Ergebnisse jedoch gewährleistet, heißt es. Vielmehr wertet man beim DigitalRadar die Resonanz und auch die aktive Teilnahme als Zeichen für den Willen der Krankenhausverantwortlichen, die digitale Transformation im Gesundheitswesen aktiv mitzugestalten.

Und diese Bereitschaft sieht man auch über die Landesgrenzen hinweg. „In Deutschland sind beeindruckende Fortschritte in der digitalen Reife zu verzeichnen“, sagt Anne Snowdon, Chief Scientific Research Officer bei HIMSS. „Innerhalb von nur 36 Monaten haben deutsche Krankenhäuser sowohl bei den DigitalRadar-Ergebnissen als auch bei den EMRAM-Reifegraden deutliche Verbesserungen erzielt.“

Die ersten aggregierten Ergebnisse werden noch im Januar in einem öffentlichen Webinar vorgestellt. Die finalen granularen Ergebnisse der zweiten DigitalRadar-Erhebung sowie detaillierte statistische Analysen, Learnings und konkrete Handlungsempfehlungen werden in einem Bericht Mitte 2025 veröffentlicht.

Viel Luft nach oben

Der Fokus auf die Verbesserungen darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass in puncto Digitalisierung noch viel Luft nach oben ist – 57,9 Punkte auf der DigitalRadar-Skala, um genau zu sein.

Das damit große Aufgaben verbunden sind, unterstreicht auch Thomas Renner, Unterabteilungsleiter für Digitalisierung und Innovation im Bundesministerium für Gesundheit: „Die laufenden Projekte erfolgreich abzuschließen und den beschrittenen Weg zur technischen Modernisierung der deutschen Krankenhauslandschaft konsequent fortzuführen wird unser aller Aufgabe in den kommenden Jahren. Die Reifegradmessung zur Digitalisierung hat sich hierfür als Evaluationsinstrument fest etabliert und bewährt.

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