Digitale Transformation im Gesundheitswesen zu langsam

von | Aug. 26, 2024

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Ein aktueller Report des Personalvermittlers Manpower Group zeigt: Die digitale Transformation im Gesundheitswesen geht nicht schnell genug, was unter anderem den Druck auf die Belegschaften erhöht.

Die Gesundheits- und Pharmabranche steht vor tiefgreifenden Veränderungen – nimmt die Chancen aber nur zögerlich war. Das zeigt der aktuelle Global Insights Report „Healthcare and Life Sciences World of Work 2024 Outlook” des Personalvermittlers Manpower Group.

Beispiel KI-Technologien: Lediglich 38 Prozent der Arbeitgeber im Gesundheits- und Pharmasektor würden derzeit KI-Tools wie ChatGPT nutzen. Das liegt deutlich unter dem branchenübergreifenden Durchschnitt von 48 Prozent. Allerdings zeigt der Report auch, dass 22 Prozent der Unternehmen im Gesundheitswesen beabsichtigen, solche Tools innerhalb des nächsten Jahres einzuführen. Hier mahnen die Macher des Reports, dass Unternehmen gut daran täten, ihre Belegschaft aktiv einzubinden und umfassende Schulungsprogramme einzuführen, um das volle Potenzial der KI auch ausschöpfen zu können.

„Der Erfolg der digitalen Transformation im Gesundheitswesen hängt maßgeblich davon ab, wie gut es Unternehmen gelingt, ihre Mitarbeitenden in den Veränderungsprozess einzubinden”, erklärt Iwona Janas, Country Manager der ManpowerGroup Deutschland. „Führungskräfte stehen vor der Aufgabe, technologische Innovationen voranzutreiben und gleichzeitig gezielt in die Weiterentwicklung ihrer Belegschaft zu investieren.”

Patienten stärker im Fokus

Ein weiterer positiver Aspekt des Reports: 60 Prozent der Führungskräfte im Gesundheitswesen wollen die Erfahrungen, die Patienten mit dem Gesundheitswesen machen, die sogenannte Patienten Experience, PX, 2024 verbessern. Der Weg dahin dürfte jedoch vor allem auch deshalb schwierig werden, weil die Beschäftigen in der Gesundheits-und Pharmabranche überdurchschnittlich hoch durch Stress belastet sind. Laut des Reports geben 52 Prozent der Befragten an, täglich unter arbeitsbedingten Stress zu leiden. Zusätzliche Aufgaben oder umfangreiche Veränderungsprozesse stoßen im Gesundheitswesen also auf einen ohnehin schon hohen Druck.

Bei der Manpower Group ist man deshalb überzeugt, dass es innovative Konzepte braucht, um sowohl die Patientenzufriedenheit als auch das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu steigern. Investitionen in Stressmanagement und Work-Life-Balance können sich beispielsweise langfristig positiv auf Patientenversorgung und Mitarbeiterbindung auswirken, betont Janas: „Wir sind uns sicher: Gesundheit ist unser größtes Gut. Und genau deswegen fokussieren wir mit unseren Talent-Pools auf die Skills, die die Unternehmen der Gesundheitsbranche benötigen.”

Wie groß der Druck im Gesundheitswesen ist, sich auch stärker auf ein effizientes „Talent Management“ zu fokussieren, unterstreichen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation. Demnach fehlen bereits 2030 weltweit rund zehn Millionen Mitarbeiter im Gesundheitswesen – Tendenz steigend.

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