Die Psyche ist eine der Hauptursachen für Berufsunfähigkeit, zeigt eine aktuelle Analyse der Debeka. Insgesamt nehmen die Leistungsfälle deutlich zu.
Psychische Erkrankungen sind auch 2023 für jede zweite neu eingetretene Berufsunfähigkeit verantwortlich. Das zeigen aktuelle Zahlen der Debeka. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Anteil der Psyche als Berufsunfähigkeits-Grund im Jahr 2023 um 2,2 Prozentpunkte.
Deutlich seltener sind Krebserkrankungen (13,1 Prozent) und Erkrankungen des Bewegungsapparats (11,4 Prozent) für eine Berufsunfähigkeit verantwortlich. Allerdings schlägt sich die Corona-Pandemie nun auch im dritten Jahr in Folge auf die Berufsunfähigkeitsstatistik nieder – wenn auch nach wie vor auf niedrigem Niveau: In 65 Fällen war eine Covid-19-Erkrankung und deren Folgen Grund für eine Berufsunfähigkeit. Das macht bei den neu eingetretenen Leistungsfällen im Jahr 2023 etwa 5,2 Prozent aus. Das ist allerdings mehr als eine Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr (26 Fälle).
Insgesamt zahlte die Debeka damit rund 74,8 Millionen Euro (2022: 69,1 Millionen Euro) an Rente an 8.407 Menschen (2022: 7.931) aus, die Leistungen aus der Berufsunfähigkeitsversicherung beziehen.
Es ist aber vor allem der Anstieg psychischer Erkrankungen, der bei der Debeka aufhorchen lässt. Vorstandsvorsitzender Thomas Brahm glaubt, dass die Gesellschaft noch mehr für den Umgang mit dieser Art Erkrankungen sensibilisiert werden müsse – auch wenn sich in den vergangenen Jahren schon einiges getan habe: „Der massive Anstieg der psychischen Erkrankungen kann auch ein Zeichen dafür sein, dass sich endlich mehr Menschen dringend benötigte Hilfe suchen. Oft unterliegen psychische Erkrankungen aber immer noch einer Stigmatisierung.“ Eine Ausweitung der Beratungs- und Betreuungsangebote sowie psychologischer und psychotherapeutischer Fachkräfte sei vor dem Hintergrund steigender Fallzahlen aber enorm wichtig.



