Die Lösung fürs Faxproblem: Postfach-Drucker

von | Feb. 7, 2025

Anhoren

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Wir haben bereits berichtet: In Österreich ist Schluss mit Faxen – und das macht Probleme. CGM Arztsysteme Österreich kommt nun mit einer Lösung ums Eck, dem Postfach-Drucker.

 

Es ist eine etwas amüsante Meldung zum Wochenende, zugegeben, dennoch ist die Botschaft dahinter ziemlich ernst. Anfang der Woche haben wir bereits über das Chaos im österreichischen Gesundheitswesen berichtet, welches das Faxverbot zum Jahreswechsel ausgelöst hat.

Heute kommt CGM Arztsysteme Österreich in Kooperation mit deren Schwesterunternehmen HCS und in Abstimmung mit der Österreichischen Ärztekammer mit einer Lösung um die Ecke, die dafür sorgen soll, dass physische Datenträger nicht länger mit dem Taxi oder dem Rettungswagen durchs Landgefahren werden müssen.

Wer jetzt allerdings denkt, hier wird eine technologische Innovation präsentiert, der irrt. Beim angepriesenen CGM-Feature handelt es sich um dem Postfach-Drucker. Der könne kostenlos heruntergeladen werden und ermögliche es Gesundheitsdienstleistern, jegliche Dokumente per Druckauftrag an die sichere Befundkommunikation zu übergeben. Damit entfällt nicht nur der aufwändige Papier- und Versandprozess, sondern die Kommunikation wird auch erheblich beschleunigt, betont das Softwareunternehmen.

„Wir möchten mit unseren innovativen Softwarelösungen einen Beitrag leisten, um die intersektorale Kommunikation im österreichischen Gesundheitswesen tagtäglich zu verbessern. Die etablierte Befundkommunikation, ergänzt durch die neue C-BOX, die Chat-Funktionalität und den CGM Postfach-Drucker, bietet alles, um das Faxgerät in den wohlverdienten Ruhestand zu schicken“, sagt Roland Romirer, Geschäftsführer der CGM Arztsysteme Österreich GmbH und HCS GmbH.

Sicher, es müssen kurzfristige Lösungen her, die den physischen Transport ersetzen. Doch genau diese Silolösungen verschiedener Anbieter sind ja gerade mit für die großen Herausforderungen im Gesundheitswesen unserer Nachbarn verantwortlich. Die Tatsache, dass derzeit kein einheitliches System besteht, macht es für alle Beteiligten denkbar schwierig. Denn dann mag der Postfach-Drucker vielleicht in vier von zehn Fällen funktionieren, für die verbleibenden sechs sind dann aber wiederum drei weitere Anbieter nötig – im besten Fall.

Was den Ernst dieser Meldung betrifft: Jetzt mit dem Finger auf unsere Nachbarn zu zeigen, wäre wahrlich arrogant, da wir hierzulande vor exakt denselben Herausforderungen stehen. Schon deshalb sollte es Pflicht sein, den weiteren Lösungsverlauf genau zu beobachten und eventuell die eine oder andere hilfreiche Schlussfolgerung ziehen, damit das deutsche Gesundheitswesen in absehbarer Zeit vielleicht schon eine einheitliche Lösung in der Schublade hat.

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