DFG fördert Deutsch-Schweizer Graduiertenkolleg

by | May 13, 2024

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Ziel des neuen Projekts ist die Erforschung des Zusammenspiels zwischen Stoffwechselerkrankungen und Infektionen. Sechs Millionen Euro Fördergelder fließen dafür.

 

Grundstein für den Ausbau eines weiteren Transcampus der Technischen Universität Dresden (TUD) gelegt: Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt ein neues Internationales Graduiertenkolleg (IRTG) zur Erforschung von Stoffwechselerkrankungen und Infektionen. Damit ist das Kolleg, an dem Forscher der TUD, der Universität Zürich (UZH) sowie der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) zusammenarbeiten werden, eines von insgesamt 17 neuen DFG-Graduiertenkollegs. Die DFG fördert das Kolleg mit dem Namen „Metabolic and Endocrine Drivers of Infection Susceptibility“ (MEDIS) mit rund sechs Millionen Euro. Sprecher ist Prof. Stefan Bornstein, Direktor der Medizinischen Klinik und Poliklinik III, des Zentrums für Innere Medizin Carl Gustav Carus der TUD und Transcampus-Dekan. An der Medizinischen Fakultät der TUD wird das Kolleg auch eingerichtet.

Internationale Partnerschaften mit Leben füllen

Das IRTG Dresden-Zürich wird sich mit hochaktuellen Forschungshemen der metabolischen und endokrinen Einflüsse auf Infektionskrankheiten auseinandersetzen. „Dieses neu von der DFG eingeworbene internationale Graduiertenkolleg unter Beteiligung der beiden äußert forschungsstarken und renommierten Partner aus Zürich ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, einen weiteren Transcampus auf den Weg zu bringen“, betont die Rektorin der TUD Prof. Ursula Staudinger. Transcampus sei für die TUD ein erfolgreiches Instrument, um internationale Partnerschaften auch strategisch mit Leben zu füllen.

Und Prof. Esther Troost, Dekanin der Medizinischen Fakultät, ergänzt: „Die Zusammenarbeit zwischen der TU Dresden und renommierten Einrichtungen wie der Universität Zürich und der ETH Zürich ist ein bedeutender Schritt für die medizinische Forschung. Durch die interdisziplinäre Arbeit im Rahmen des IRTG Dresden-Zürich werden wir die Grundlage für zukünftige medizinische Innovationen legen, die einen positiven Einfluss auf die Gesundheitsversorgung weltweit haben könnten.”

Verbindung zwischen Stoffwechsel und Infektionen

Ziel der IRTG ist eine umfassende internationale und interdisziplinäre Ausbildung der Doktorandinnen und Doktoranden in dem hochrelevanten Bereich der Erforschung von Stoffwechselerkrankungen und Infektiologie.„Unsere künftige Forschung wird darauf abzielen, das Zusammenspiel von Stoffwechsel- und Infektionskrankheiten zu verstehen, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern und die Lebensqualität der Betroffenen zu erhöhen“, schließt MEDIS-Sprecher Prof. Bornstein ab.

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