Der Radiopharma-Spezialist Eckert & Ziegler SE sichert über einen Kooperations- und Lizenzvertrag mit der australischen Telix Pharmaceuticals seine Marktposition in diesem spannenden Umfeld.
Es ist ein Kooperations- und Lizenzvertrag, der Eckert & Ziegler SE Meilensteinzahlungen von insgesamt bis zu 20 Millionen Euro über einen Zeitraum von rund zwei Jahren zusichert. Dafür liefert der deutsche Radiopharma-Spezialist seine Zyklotron-Technologie zur Herstellung von Actinium-225 (Ac-225 der 225-Ac) an den australischen Börsenüberflieger Telix Pharmaceuticals Limited. Gleichzeitig sichern sich die Deutschen Zugang zu zusätzlichen Produktionskapazitäten.
Ac-225 wird vor allem für die Produktion sogenannte Targeted Alpha Therapien benötigt, eine neue Klasse gezielter Krebsbehandlungen, für die die Radioisotope benötigt werden. Erst im September hatte der belgische Hersteller Pentera in einer Serie-A-Finanzierungsrunde 93 Millionen Euro für die Produktion von Ac-225 von Investoren eingesammelt.
Weltweit steigender Bedarf
Auch für Eckert & Ziegler ist der Lizenz- und Kooperationsvertrag ein wichtiger Schritt auf dem Weg, den wachsenden Bedarf von Ac-225 weltweit zu decken und sich damit Marktanteile zu sichern. Eckert & Ziegler liefert bereits Ac-225 und wird die radiopharmazeutische Industrie ab 2025 dank der neuen Kooperation in deutlich erhöhtem Umfang mit Ac-225 in GMP-Qualität versorgen können.
Derzeit werden Ac-225-basierte Radiopharmazeutika für verschiedene Krebsarten klinisch untersucht, darunter Prostatatumore, Darmkrebs und Leukämie. Für das nächste Jahrzehnt rechnet man auch bei Eckert & Ziegler mit einem erheblichen Anstieg der Nachfrage nach Ac-225, der durch die zunehmenden klinischen Anwendungen und die vielversprechenden Ergebnisse laufender Studien bedingt ist. Denn trotz seines therapeutischen Potenzials ist Ac-225 nach wie vor nicht in ausreichender Menge verfügbar.
Entsprechend positiv fielen auch die Quartalszahlen des im Tec-Dax gelisteten Unternehmens aus. Eckert & Ziegler konnten seinen Umsatz in den ersten neun Monaten 2024 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 215,5 Millionen Euro steigern. Das bereinigte EBIT stieg um 24 Prozent auf 46,7 Millionen Euro. Der Nettogewinn legte um 15 Prozent auf 23,4 Millionen Euro zu. Das entspricht einem Gewinn je Aktie von 1,12 Euro



