Deutsche unterschätzen gesundheitliche Auswirkungen des Klimawandels

von | März 12, 2025

Dass der Klimawandel auch Auswirkungen auf die persönliche Gesundheit haben kann, unterschätzen die Deutschen laut einer Umfrage aktuell noch.

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Eine aktuelle Studie der Barmer sowie des F.A.Z. Instituts zeigt: Die wenigsten Deutschen wissen, wie vielschichtig die Auswirkungen des Klimawandels auf Gesundheit und Gesundheitsversorgung sind.  

 

60 Prozent der Menschen in Deutschland ist bewusst, dass Klima und Gesundheit zusammenhängen. Dass dieser Zusammenhang jedoch auch persönliche Folgen haben könnte, glauben indes nur 41 Prozent. Das zeigt nun eine aktuelle Studie der Krankenkasse Barmer in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z. Institut. Was außerdem auffällt: Unter jungen Menschen (18- bis 24-Jährigen) rechnet über die Hälfte (58 Prozent) mit negativen Auswirkungen des Klimawandels auf die eigene Gesundheit. Untern den 65- bis 74-Jährigen sind es gerade einmal 28 Prozent.

Gleichzeitig erwarten 45 Prozent der Befragten, dass der Klimawandel künftig das Gesundheitssystem beeinträchtigen wird – etwa aufgrund steigender Krankheitsraten. 40 Prozent befürchten zudem eine unzureichende medizinische Versorgung bei neuen oder seltenen Krankheiten.

Bemühungen des Sektors werden nicht erkannt

Mittlerweile ist auch erwiesen, dass der Gesundheitssektor deutlich stärker zum Klimawandel beiträgt, als beispielsweise der Flugverkehr. Dass sich die Verantwortlichen allerdings auch entsprechend ihres Anteils als zentrale Akteure im Kampf gegen den Klimawandel stark machen, wird lediglich von 15 Prozent der Menschen hierzulande wahrgenommen. Dabei wünschen sich die Menschen einen verbindlichen Handlungsrahmen für die Transformation des Sektors. Allerdings sehen 34 Prozent der Gesamtbevölkerung und 50 Prozent der 16- bis 24-Jährigen die Politik in der Hauptverantwortung. Für weniger als ein Fünftel steht dagegen der Gesundheitssektor allein in der Pflicht, seinen Treibhausgasausstoß zu senken.

Persönliche Einschränkungen zugunsten des Klimas

Dafür ist die Bereitschaft, das eigene Verhalten zu ändern, in der Bevölkerung groß. Ein Teil der Befragten akzeptiert sogar persönliche Einschränkungen in der Gesundheitsversorgung zugunsten eines klimaneutralen Gesundheitssektors: Etwas mehr als ein Fünftel würde auf bestimmte Leistungen verzichten oder höhere private Kosten tragen.

Zudem könnte sich fast die Hälfte der Bevölkerung die Rückgabe gebrauchter Medizinprodukte vorstellen. Mehr digitale Kommunikation ist für 42 Prozent der Personen akzeptabel, ein angepasster Speiseplan im Krankenhaus für 38 Prozent. In Bezug auf Apotheken ist die Veränderungsbereitschaft noch größer: Mehr als die Hälfte kann sich umweltfreundlichere Verpackungen vorstellen. Daneben ist auch die Umstellung auf digitale Kassenbons für 43 Prozent als Maßnahme zur Ressourcenschonung denkbar.

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