Deutsche mit Gesundheitssystem unzufrieden

von | Mai 15, 2025

Anhoren

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Eine deutschlandweite, repräsentative Umfrage im Auftrag von Pharma Deutschland zeigt: Es gibt großen Handlungsbedarf im Gesundheitssystem.

 

Es herrscht große Unzufriedenheit mit dem deutschen Gesundheitssystem. Das zeigt nun eine aktuelle repräsentative Civey-Umfrage unter mehr als 5.000 Bundesbürgern im Auftrag von Pharma Deutschland. Die unmittelbar vor Antritt der neuen Bundesregierung ermittelten Ergebnisse legen nahe, dass sich der seit Mitte 2020 bestehende Trend einer immer kritischeren Beurteilung der Gesundheitsversorgung fortsetzt: Während Mitte 2020 noch rund 40 Prozent der Befragten der Ansicht waren, dass sich die generelle Gesundheitsversorgung verschlechtert hat, liegt dieser Wert seit 2023 stabil bei über 70 Prozent.

Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland, betont, dass von Menschen in vielen Regionen in Deutschland die Versorgung mit Krankenhäusern und Praxen als Herausforderung erachtet werde, sei eine ernste Situation: „Hausärzte, Krankenhäuser und Facharztpraxen sind die zentralen Säulen der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Es muss jetzt darum gehen, die Gesundheitsinfrastruktur nicht nur als Kostenfaktor, sondern vor allem als Aufgabe der Daseinsvorsorge zu sehen.“

Einen Lichtblick gibt es für die Verbandschefin dennoch: Das Angebot an Apotheken wird trotz des deutlichen Rückgangs nicht als problematisch angesehen. „Da die Apotheken ebenfalls eine wichtige Säule der Gesundheitsinfrastruktur sind, sollten sie stärker in die gesundheitspolitischen Überlegungen der neuen Bundesregierung eingebunden werden.”

Große regionale Unterschiede

Grundsätzlich unterstreichen auch die neuen Daten zur Qualität der Gesundheitsinfrastruktur im unmittelbaren Umfeld der Befragten den Handlungsbedarf. Welcher Bereich der medizinischen Versorgung als besonders kritisch wahrgenommen wird, unterscheidet sich regional teilweise stark. Am meisten sorgen sich die Befragten um die hausärztliche Versorgung (45,8 Prozent) – und das überdurchschnittlich in Brandenburg (58,3 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (54 Prozent) und Rheinland-Pfalz (52,5 Prozent).

Über die fachärztliche Versorgung machen sich im Bundesschnitt 33,8 Prozent der Befragten Gedanken. Hier sticht Thüringen mit 39,9 Prozent mit dem höchsten Wert hervor, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen mit jeweils 39,1 Prozent.

Die Herausforderungen innerhalb des Kliniksektor scheinen in der Bevölkerung noch nicht so drastisch angekommen zu sein. Hier sagen bundesweit lediglich 31,6 Prozent, sie würden sich sorgen machen. Größer ist die Sorge in Rheinland-Pfalz mit 42,1 Prozent, dem Saarland mit 40,3 Prozent sowie Bayern mit 35,5 Prozent.

Mit der Apothekenversorgung sind die Deutschen hingegen tatsächlich weitestgehend zufrieden. Hier sehen durchweg weniger als zehn Prozent der Befragten in den jeweiligen Bundesländern Herausforderungen – mit Ausnahme von Bremen (16,6 Prozent Unzufriedenheit).

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