Deutsche Kaufen immer mehr Arzneimittel online

von | Nov. 27, 2024

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Eine GfK-Umfrage anlässlich des „Black Friday“ zeigt, wie stark das E-Rezept Online-Arzneimittelkäufe beflügelt.  

 

Gefühlt ist schon seit Wochen „Black Friday“. Tatsächlich ist damit aber eigentlich der Freitag nach Thanksgiving gemeint, in diesem Jahr also der 29.11. Mastercard hat diese große „Rabattschlacht“ zum Anlass genommen, um eine repräsentative Umfrage bei GfK zum Online-Kaufverhalten der Deutschen in Auftrag zu geben. Und während der Spitzenreiter „Mode“ nicht überrascht, attestieren die Zahlen doch, dass das E-Rezept den Arzneimittelkauf im Internet deutlich beflügelt hat.

Von einem deutlichen Schub ist bei Mastercard die Rede. Laut Umfrage kaufen 44 Prozent der Deutschen Medikamente online, 2022 war es noch 32 Prozent. Ein wesentlicher Beschleuniger könnte das seit 2022 eingeführte E-Rezept sein, das seit diesem Jahr für verschreibungspflichtige Medikamente bundesweit verpflichtend ist. Laut E-Health Monitor 2023/24 von McKinsey ist inzwischen rund jedes zweite Rezept digital.

Und dass sich hier ein langfristiger Trend abzeichnen könnte, zeigt gerade die Tendenz der jüngeren Generation, am liebsten über das Smartphone zu shoppen. Insgesamt kaufen fast vier von zehn Deutschen (38 Prozent) am liebsten von ihrem Mobiltelefon aus ein. Bei den 30- bis 39-Jährigen sind es schon 60 Prozent. Die viel kritisierte Werbung der Shop Apotheke mit Günther Jauch schlägt also in die richtige Kerbe.

Einfach ist hier nämlich die Prämisse, was auch noch einmal die gestiegene Bereitschaft mittels biometrischer Daten zu zahlen bestätigt. Bereits jeder dritte Befragte (35 Prozent) nutzt biometrische Merkmale zur Identifikation, verglichen mit 26 Prozent vor zwei Jahren. Am häufigsten authentifizieren sich Verbraucher über den Fingerabdruck (70 Prozent), gefolgt von der Gesichtserkennung (44 Prozent) sowie der Stimme (zehn Prozent) und dem Iris-Scan (acht Prozent).

Stationäre Apotheken sollten solche Daten hellhörig werden lassen. Zwar sind aktuell vor allem ältere Menschen, die zur „Stammkundschaft“ zählen, heute die Trends von morgen zu ignorieren, ist allerdings auch keine gute Strategie.

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