DEA stellt neue Telemedizin-Regeln auf

von | Jan. 17, 2025

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Die US Drug Enforcement Administration stellt wenige Tage vor dem Regierungswechsel neue Regeln für Telemedizin-Anbieter vor.

 

Lange wurde in den USA um die eigentlich während der Corona-Pandemie eingeführte Flexibilität für Telemedizin gerungen. Nun kündigt die amerikanische Drug Enforcement Administration (DEA) neue Regeln an, die diese Flexibilität einerseits dauerhaft machen und gleichzeitig den Schutz der Patienten erhöhen.

Die DEA sieht beispielsweise eine Registrierung von Telemedizinplattformen vor sowie ein landesweites Programm zur Überwachung verschreibungspflichtiger Medikamente.

„Das Ziel der DEA ist es, einen telemedizinischen Zugang zu benötigten Medikamenten zu ermöglichen und gleichzeitig die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten und die Abzweigung von Medikamenten in den illegalen Drogenmarkt zu verhindern“, begründet DEA-Administratorin Anne Milgram die neuen Regeln.

Medikamente ohne persönlichen Besuch

Die Regeln sollen für telemedizinische Konsultationen gelten, bei denen Patienten noch nie persönlich vorstellig wurden. Hat ein Anbieter die Patienten mindestens einmal persönlich behandelt, können unbegrenzt Medikamente via Telemedizin verschrieben werden.

Die Registrierung der Anbieter soll vor allem für Medikamente der Liste II bis V gelten. Hier reden wir über Adderall, eine Kombinationstherapie zur Behandlung von ADHS mit Amphetaminsaltzen oder Xanax, ein Benzodiazepin zur Behandlung von Angst- und Panikstörung. Derartige Medikamente werden ein den USA häufig missbraucht und Zugang über Telemedizin ohne persönlichen Kontakt senkt die Hemmschwelle natürlich deutlich.

Flexibilität kommt an, Einschränkungen nicht

Die neuen Regeln kommen etwa zwei Monate nachdem die DEA eine endgültige Regelung erlassen hat, die den Telemedizin-Anbietern eine dritte Verlängerung der aus der COVID-Ära stammenden Vorteile ermöglicht. Das kam an, die nun vorgeschlagenen Einschränkungen könnte für die Anbieter jedoch zu belastend sein, heißt es von der American Telemedicine Association. Der dortige Senior Vice President of Public Policy Kyle Zebley richtet sich deshalb direkt an den neuen US-Präsidenten: „Wir bitten Präsident Trump inständig, es zu seiner dringenden Priorität zu machen, diesen Vorschlag unmittelbar nach seiner Amtseinführung am 20. Januar zurückzuziehen.“

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