Cybersecurity: US-Behörden warnen vor Trinity

von | Okt. 8, 2024

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Eine neue Ransomware-Gruppe scheint es vor allem auf das Gesundheitswesen abgesehen zu haben. US-Behörden warnen Einrichtungen ausdrücklich vor Trinity.

 

Im Mai dieses Jahres ist die Trinity-Ransomware erstmals entdeckt worden. Und nun warnt das amerikanische Department of Health and Human Services Krankenhäuser explizit vor der Ransomware-Gruppe. Von einer „erheblichen Bedrohung“ für das US-Gesundheitswesen ist die Rede. Mindestens ein Opfer in den USA ist derzeit bekannt. Ein weiteres soll eine Einrichtung aus Großbritannien sein. Bei dem US-Opfer sollen 330 Gigabyte Daten gestohlen worden sein. Der Name des gastroenterologischen Gesundheitsdienstleister wurde nicht genannt, sei aber auf der Trinity-Leck-Site geführt. Und nun soll es laut Cyberexperten einen weiteren Vorfall bei einer in New Jersey ansässigen Zahnarztgruppe geben.

Trinity-Ransomware ist ein relativ neuer Bedrohungsakteur, der von Cyble Research and Intelligence Labs (CRIL) identifiziert wurde. Die Gruppe verwendet den ChaCha20-Verschlüsselungsalgorithmus – zu erkennen an der Dateierweiterung „.trinitylock“. Die Notiz enthält Anweisungen und eine E-Mail-Adresse, unter der die Hacker kontaktiert werden können. Die Opfer haben 24 Stunden Zeit, um zu reagieren und ein Lösegeld in Kryptowährung zu zahlen, andernfalls werden ihre Daten geleakt.

Die Analyse von CRIL zeigt außerdem, dass Trinity Ransomware Ähnlichkeiten mit den Ransomware-Varianten 2023Lock und Venus aufweist, was auf mögliche Verbindungen oder Zusammenarbeit zwischen diesen Bedrohungsakteuren schließen lässt. Genau diese potenzielle Verbindung lässt die US-Behörden nun aufhorchen, weil sie auf eine mögliche Zusammenarbeit zwischen Gruppen von Bedrohungsakteuren hinweise. „Diese Zusammenarbeit könnte zum Austausch von Techniken, Werkzeugen und Infrastrukturen führen und das Ausmaß und die Raffinesse zukünftiger Ransomware-Kampagnen erhöhen“, heißt es. Außerdem gebe es derzeit keine Entschlüsselungsmethode, so dass die Opfer nur wenige Möglichkeiten haben.

Man kann es kaum anders ausdrücken: Aktuell florieren Ransomware-Aktivitäten trotz verstärkter Maßnahmen der Strafverfolgungsbehörden und des Drucks der Branche. In der ersten Jahreshälfte haben Cyberkriminelle schätzungsweise 450 Millionen US-Dollar durch Ransomware-Angriffe verdient.

Erst letzte Woche musste wieer ein Krankenhaus in Texas, das einzige Traumazentrum der Stufe 1 im Umkreis von 400 Meilen, aufgrund eines Ransomware-Angriffs den Betrieb einschränken und Krankenwagen abweisen. Am Freitag teilte das Krankenhaus mit, dass seine Telefonleitungen wieder funktionieren und dass nur eine bestimmte Anzahl von Patienten in andere Krankenhäuser umgeleitet wird.

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