Cyberangriffe auf US-Firmen nehmen zu – medizinische Daten im Visier

von | März 25, 2026

Anhoren

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Eine Reihe von Cyberangriffen in den USA verdeutlicht, wie interessant medizinische Daten und Unternehmen aus dem Gesundheitswesen für Angreifer sind – die immer häufiger politisch motivierte Attacken fahren.  

 

 

Cybersecurity bleibt eines der zentralen Themen für das Gesundheitswesen. Das verdeutlicht aktuell ein Blick auf die USA, wo gleich eine Reihe von Angriffen zeigen, wie interessant Unternehmen der Branche sowie Gesundheitsdaten sind.

Besonders schwer wiegt der Datenverlust beim Verwaltungsdienstleister Navia Benefit Solutions. Das in Renton im Bundesstaat Washington ansässige Unternehmen verwaltet Mitarbeitervergünstigen, darunter Gesundheitskonten oder COBRA-Leistungen. Die Hacker haben sich laut Angaben der Generalstaatsanwaltschaft Main Zugriff auf Daten von fast 2,7 Millionen aktuellen und ehemaligen Versicherten sowie deren Angehörige verschafft. Die Cyberkriminellen waren bereits am 22. Dezember 2025 in die Systeme eingedrungen, bemerkt wurden sie allerdings erst am 15. Januar 2026. Navia hatte den Vorfall lange unter Verschluss gehalten und erst vergangene Woche die betroffenen Personen sowie die dazugehörigen Unternehmen informiert. Brisant: Auch die Daten von rund 300 Mitarbeiter von HackerOne wurden gestohlen. Das Unternehmen stellt webbasierte Cybersicherheitsplattformen für Finanzdienstleister Telekommunikations- oder Luftfahrtunternehmen bereit und beteiligt sich nun an der Aufklärung des Angriffs.

Zu dem Cyberattacke hat sich bislang keine der üblichen Hackergruppierungen bekannt und ob der insgesamt schlechten, weil schleppenden Kommunikation hat sich  Navia bisher auch nicht zu möglichen Lösegeldforderungen oder -zahlungen geäußert.

Medizintechniker arbeitsunfähig

Ebenso hart hat es den US-Medizintechniker Stryker diese Woche getroffen. Dort hat mutmaßlich die iranische Gruppe Handala vor allem die interne Microsoft-Umgebung lahmgelegt und immer wieder dafür gesorgt, dass über 5.000 Mitarbeiter nach Hause geschickt werden musste. Der Angriff auf Stryker ist vermutlich politisch motiviert. Laut Handala will man über 200.000 Systeme des US-Konzerns zerstört und 50 TByte Daten erbeutet haben. Büros in 79 Ländern sollen betroffen sein. Stryker hat auch in Deutschland Standorte, konkret in Tuttlingen und Mühlheim an der Donau.

Zwischenzeitlich hat die US-Sicherheitsbehörde CISA eine dringliche Warnung an US-Organisationen herausgegeben, dass der Angriff kein Einzelfall sei, sondern man gezielt Angriffe auf Endpoint-Management-Systeme beobachte. Vor allem Microsoft Intune solle im Fokus stehen. Über die cloudbasierte Plattform lassen sich Endgeräte zentral verwalten – also konfigurieren, absichern und im Zweifel auch löschen.

Beide Fälle sollten auch deutsche Unternehmen aufhorchen lassen. Wir dürfen uns sicherlich darauf einstellen, dass derart politisch motivierte Angriffe in der aktuellen weltpolitischen Gemengelage zunehmen. Zudem ist es durchaus empfehlenswert, die technologische Abhängigkeit von den USA noch einmal zu überdenken.

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