Ein Cyberangriff im US-Bundesstaat Mississippi zwingt den kompletten Klinikbetrieb in die Knie. Sämtliche Häuser des University of Mississippi Medical Center bleiben heute und morgen geschlossen.
„Die Kliniken im gesamten Bundesstaat bleiben am Montag, 23. Februar, und Dienstag, 24. Februar, geschlossen, alle elektiven Eingriffe an diesen Tagen werden abgesagt. Termine werden nach Möglichkeit verschoben“, heißt es in einem Statement des Univercity of Mississippi Medical Center, kurz UMMC, auf Facebook. Man entschuldigt sich für die Beeinträchtigungen und versichert, dass man eng mit den Bundes- und Landesbehörden zusammenarbeitet, um die Auswirkungen des Cyberangriffs zu bewältigen.
Bereits am Donnerstag hat eine Ransomware-Attacke die kompletten Telefon- und Elektroniksysteme des Universitätsmedizin lahmgelegt und die Patientenversorgung erheblich beeinträchtigt. Auch die Software des US-KIS-Anbieters Epic sowie das komplette IT-Netzwerk seien betroffen. Auch deshalb habe man vorsorglich alle Systeme offline genommen, bis sie getestet und wieder sicher für den Gebrauch seien, bestätigte die Vizekanzlerin für Gesundheitsangelegenheiten der UMMC LouAnn Woodward ebenfalls in einer Stellungnahme auf Facebook.
Vertreter des UMMC gaben zudem an, dass die Hacker Kontakt aufgenommen hätten und sowohl das FBI als auch das US-Heimatschutzministerium an dem Fall dran seien. Ob auch private Daten von Patienten betroffen sind, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht klar.
Das UMMC ist einer der größten Gesundheitsdienstleister in Mississippi und betreibt sieben Krankenhäuser – darunter das größte des Bundesstaates in Jackson –, 35 Kliniken und mehr als 200 Telemedizin-Standorte im gesamten Bundesstaat.



