In der polnischen Stadt Stettin, nahe der deutschen Grenzen, gab es in der Nacht von Samstag auf Sonntag einen Cyberangriff auf ein öffentliches Krankenhaus.
Zurück zu Papier war die Lösung für ein Stettiner Provinzkrankenhaus. In der Nacht vom 7. auf den 8. März gab es dort einen Cyberangriff. Wie das Krankenhaus selbst berichtet, wurde das IT-System der Einrichtung infiziert, ein Teil der Daten verschlüsselt und der Zugriff darauf versperrt. Trotz der aktuellen Herausforderungen sei der Betrieb zunächst in Papierform sichergestellt und die Versorgung nicht gefährdet. Die zuständigen Behörden seien informiert und Priorität sei, die IT-Systeme wiederherzustellen, um in den normalen Arbeitsmodus zurückkehren zu können.
Die Neuaufnahme wurde nicht ausgesetzt, allerdings würden alle erforderlichen medizinischen und administrativen Verfahren länger dauern. Deshalb bittet die Klinikleitung die Patientinnen und Patienten, sich nach Möglichkeit an andere Einrichtungen zu wenden.
Erst im August letzten Jahres hat das Zentrum für industrielle Cybersicherheit (ZIUR) im spanischen San Sebastián analysiert, dass Polen sich zu einem Hauptziel für Hacker in Europa entwickelt. Ende Dezember 2025 erlebte Polen eine Serie koordinierter Cyberangriffe auf kritische Energieinfrastruktur. Mehr als 30 Anlagen erneuerbarer Energien, ein Heizkraftwerk und ein Produktionsunternehmen wurden zum Ziel destruktiver Sabotageaktionen. Und dieser „Trend“ setzt sich 2026 fort. Im Durchschnitt sahen sich staatliche Einrichtungen in der ersten Woche des Jahres 2026 mit einer Rekordzahl von fast 3.200 Cyberangriffen konfrontiert.
Gerade kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser und Versorgungssysteme in ganz Polen seien angesichts der anhaltenden Spannungen mit Russland täglich 20 bis 50 Cyberangriffen ausgesetzt, erklärte Dariusz Standerski, stellvertretender Minister für digitale Angelegenheiten in Polen, im September 2025.



