Die Gruppe ShinyHunters hat bei einem Cyberangriff auf den Medizintechniker Medtronic Unmengen an Daten und internen Informationen erbeutet.
Neun Millionen Datensätze und mehrere Terabyte interner Informationen – das ist die Ausbeute der Cybercrime-Gruppe ShinyHunters beim Medizintechniker Medtronic. Veröffentlicht hat die Erpressergruppe den Datenklau zunächst selbst auf ihrer Leak-Seite. Mittlerweile hat auch Medtronic einen unautorisierten Systemzugriff bestätigt, wollte sich zu möglichen Lösegeldforderungen allerdings nicht äußern.
Medtronic ist einer der größten Medizintechniker und weltweit vor allem im Bereich Schrittmacher aktiv. Genau deshalb versucht das Unternehmen auch zu beruhigen. In einer Stellungnahme heißt es, es seien keine Auswirkungen auf Produkte, Patientensicherheit oder die Fertigung festgestellt worden. Das sei auch aufgrund getrennter Netzwerke der Fall: „Die Netzwerke unserer Krankenhauskunden sind von den IT-Netzwerken von Medtronic getrennt und werden von den IT-Teams der Kunden gesichert und verwaltet.“
Ferner hätten sofort Protokolle und Maßnehmen gegriffen und führende Cyberexperten seien beauftragt worden. „Wir arbeiten daran, alle personenbezogenen Daten zu identifizieren, auf die möglicherweise zugegriffen wurde, und werden bei Bedarf Benachrichtigungen und Unterstützungsdienste bereitstellen. Wir werden alle betroffenen Personen weiterhin auf dem Laufenden halten, sobald wir mehr erfahren.“
Der Eintrag von ShinyHunters auf deren Leak-Seite ist mittlerweile gelöscht worden, was ein Indiz dafür sein könnte, dass doch Lösegeld geflossen ist.



