Die Zahlen der Koblenzer CompuGroup im ersten Quartal des Jahres sind verhalten. Für 2025 ist das beherrschende Wort daher „moderat“.
Die CompuGroup Medical bezeichnet sich selbst als „führenden E-Health-Anbieter“. Auf den Umsatz hat das allerdings bisher keine beflügelnden Auswirkungen. Die Bilanzzahlen für das erste Quartal 2025 vermeldet der Koblenzer Konzern selbst unter der Überschrift „CompuGroup Medical mit verhaltenem Start in das Jahr“. Und das ist das Umsatzwachstum tatsächlich auch: Gerade einmal ein Prozent mehr als im Vorjahresquartal (286,2 Millionen zu 284,6 Millionen Euro) stehen in den Büchern.
Die organische Umsatzentwicklung lag sogar leicht unter dem Vorjahr (-0,5 Prozent) – genau wie die Einmalumsätze, die um fünf Prozent auf 68,1 Millionen Euro zurückgingen. Dafür stiegen die wiederkehrenden Umsätze um zwei Prozent auf 218 Millionen Euro. Der Anteil der wiederkehrenden Umsätze erhöhte sich um einen Prozentpunkt und macht nun 76 Prozent des Gesamtumsatzes aus.
Höhere Investitionen
Auch beim bereinigten EBITDA ging es abwärts, um 16 Prozent auf 51,1 Millionen Euro. CGM betont gleichzeitig die signifikanten Investments in innovative Lösungen und Supportfunktionen. Insgesamt habe man mit 68 Millionen Euro sieben Millionen Euro mehr in Forschung und Entwicklung investiert, womit die F&E-Intensität als Prozentsatz des Gesamtumsatzes von 22 Prozent im Vorjahresquartal auf nun 24 Prozent gestiegen sei. Zu den neu entwickelten Produkten und Lösungen gehören die voll integrierte Lösung für Arztpraxen mit KI-gestützten Telefon- und Dokumentationsassistenten CGM One, der neu eingeführte CGM TI-Messenger, der KI-gestützte klinische Dokumentationsassistent CGM CDA oder die erste cloudbasierte Apothekensoftware CGM Stella.
Der bereinigte Gewinn je Aktie betrug im ersten Quartal 2025 0,35 Euro (VJ: 0,47 Euro). Der Free Cash Flow stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 18,9 Millionen Euro auf 78,3 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung betrug Ende März 2025 702,3 Millionen Euro, verglichen mit 772,8 Millionen Euro Ende Dezember 2024.
Finanzierung gesichert, Ausblick steht
Zudem gab CGM bekannt, dass am 29. April ein Konsortialkreditvertrag unterzeichnet wurde, der aus einer revolvierenden Kreditfazilität (RCF) über 600 Millionen Euro und einem Term Loan in Höhe von 150 Millionen Euro besteht und die Finanzierung von CGM bis 2030 sichert. Die Gesamtfinanzierung, einschließlich der bestehenden Finanzierung durch einen Schuldschein und der F&E-Finanzierung durch die Europäische Investitionsbank, beläuft sich auf 1,5 Milliarden Euro und bietet Spielraum für weiteres Wachstum.
Insgesamt bestätigt CGM die Prognose für die Finanzkennzahlen 2025, mit einem organischen Umsatzwachstum (bereinigt um Übernahmen und Währungseffekte) im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich im Jahresvergleich. Für das bereinigte EBITDA wird ein moderates Wachstum gegenüber 2024 erwartet. Bei allen drei operativen Segmenten wird ein zumindest moderates organisches Umsatzwachstum prognostiziert.
Schwaches ambulantes Geschäft
Hier gilt es vor allem für das Segment Ambulatory Information Services in diesem Jahr noch deutlich aufzuholen. Denn im ersten Quartal gab es hier einen Umsatzrückgang von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreswert (169,3 Millionen versus 172,5 Millionen Euro). Die wiederkehrenden Umsätze blieben bei 131,9 Millionen Euro stabil (VJ: 131,5 Millionen Euro). Der Anteil der wiederkehrenden Umsätze an den Segmentumsätzen stieg von 76 Prozent auf 78 Prozent.
Die Umsätze im Segment Hospital Information Systems (HIS) wuchsen im ersten Quartal 2025 um 5 Prozent auf 81,7 Millionen Euro (VJ: 77,9 Millionen Euro). Die wiederkehrenden Umsätze stiegen hier um sieben Prozent auf 60,7 Millionen Euro (VJ: 56,7 Millionen. Euro). Der Anteil der wiederkehrenden Umsätze stieg von 73 Prozent auf 74 Prozent.
Im Segment Pharmacy Information Systems (PCS) stiegen die Umsätze im ersten Quartal 2025 um drei Prozent auf 35,1 Millionen Euro. Die wiederkehrenden Umsätze erhöhten sich um vier Prozent auf 25,5 Millionen Euro. Der Anteil der wiederkehrenden Umsätze an den Segmentumsätzen stieg von 72 Prozent auf 73 Prozent.



