Change Healthcare: Erst langsam wieder „back to normal“

by | Mar 18, 2024

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Der Cyberangriff auf den US-Abrechnungsdienstleister ist nach wie vor nicht in Gänze behoben. Das Lösegeld, was die Angreifer erbeutet haben, ist erheblich.

 

Die Lage in den USA normalisiert sich auch Wochen nach dem Cyberangriff auf Change Healthcare langsam wieder. Dort wurde nun mit der Wiederaufnahme eines Großteils der Plattformdienste begonnen. Am Freitag kam die Meldung, dass das Apothekennetzwerk wieder online ist. Zudem wurden weitere Systemwiederherstellungen für diese Woche angekündigt. Experten sind sich dennoch einig: Die Nachwehen könnten noch eine ganze Weile anhalten.

Vergangene Woche hat zudem das Office for Civil Rights (OCR) des US-Gesundheitsministeriums eine Untersuchung gegen die Change Healthcare-Mutter United Health Group eingeleitet. In einem öffentlichen Schreiben sagte OCR-Direktorin Melanie Fontes Rainer, dass diese aufgrund „des beispiellosen Ausmaßes dieses Cyberangriffs und im besten Interesse der Patienten und Gesundheitsdienstleister“ nötig sei.

Ein nie diagewesenes Ausmaß

Auch die American Hospital Association klassifiziert den Angriff als „den bedeutendsten und folgenreichsten Vorfall seiner Art gegen das US-Gesundheitssystem in der Geschichte”.

Das Wired Magazine hat inzwischen berichtet, dass der Angriff auch für die Angreifer extrem lukrativ gewesen sei. 22 Millionen US-Dollar hätte die Ransomware-Bande in Bitcoin erhalten, was wohl durch die Versicherung von Change Healthcare gedeckt sei. Der Schaden insgesamt liegt jedoch noch viel höher, da die Auswirkungen und Kosten für die diversen anderen Gesundheitsdienstleister noch nicht beziffert sind.

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