CGM: Geschäftsjahr 2024 enttäuschend

von | März 6, 2025

Anhoren

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Rückläufig, gesunken, unter Vorjahresniveau – im aktuellen Geschäftsbericht der CompuGroup Medical sucht man positive Nachrichten heute fast schon vergebens.

 

Es seien hohe Einmaleffekte im Vorjahr, weshalb die CompuGroup Medical für das Geschäftsjahr 2024 lediglich Umsätze in Höhe von 1,15 Milliarden Euro verbuchen konnte – ein Rückgang von immerhin drei Prozent. Und auch die organischen Umsätze lagen zwei Prozent unter denen des Vorjahres. Bei den Einmalumsätzen ging es sogar um 20 Prozent abwärts. Lediglich die wiederkehrenden Umsätze stiegen um fünf Prozentpunkte und machen damit 74 Prozent der Gesamtumsätze aus.

Das war es dann allerdings auch fast schon mit dem Plus. Denn beim bereinigten EBITDA ging es 2024 um 15 Prozent auf 224,6 Millionen Euro nach unten. Die EBITDA-Marge verlor damit 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Zwar betont man bei CGM, dass man trotz des Umsatzrückgangs vermehrt in Forschung und Entwicklung investiert habe (mit 255 Millionen Euro drei Millionen mehr als im Vorjahr). Angesichts der rückläufigen Zahlen und des hohen wiederkehrenden Umsatzes, muss man sich allerdings fast schon fragen, ob die Investitionen ausreichen, um die bestehenden Kunden zu halten. Immerhin: In Koblenz hat man 2024 einige Produkte mit KI-Funktionen ausgestattet und mit CGM Stella eine erste cloudbasierte Apothekensoftware auf den Markt gebracht.

Dennoch lag das bereinigte Ergebnis je Aktie lag 2024 bei nur 1,27 Euro (2,06 Euro in 2023). Der Free Cashflow sank um 46,6 Millionen auf 66,4 Millionen Euro im Vorjahresvergleich. Die Nettoverschuldung lag Ende Dezember 2024 bei 772,8 Mio. Euro nach 702,5 Mio. Euro per Ende Dezember 2023.

Leichtes Plus bei Klinik- und Apothekensoftware

Auch der Blick auf die einzelnen Segmente ist ernüchternd. Mit 693,6 Millionen Euro lag der Umsatz mit Ambulatory Information Systems (AIS) fünf Prozent unter dem Vorjahreswert. Die wiederkehrenden Umsätze stiegen auf 529,1 Millionen Euro (2023: 513,0 Millionen Euro). Der Anteil der wiederkehrenden Umsätze stieg von 70 Prozent auf 76 Prozent.

Bei Krankenhausinformationssystemen konnte CGM ein Prozent Plus bei den Umsatzerlösen verbuchen. Die wiederkehrenden Umsätze stiegen um neun Prozent auf 227,8 Millionen Euro (2023: 209,7 Millionen Euro). Der Anteil der wiederkehrenden Erlöse am Segmentumsatz stieg von 67 Prozent auf 71 Prozent.

Einen fast schon homöopathischen Anstieg gab es bei Pharmacy Information Systems (PCS), nämlich von 141 Millionen Euro in 2023 auf nun 141,3 Millionen Euro in 2024. Gleichzeitig stiegen die wiederkehrenden Umsätze im PCS-Segment um sechs Prozent auf 97 Millionen Euro (2023: 91,3 Millionen Euro). Der Anteil der wiederkehrenden Erlöse an den Segmentumsätzen erhöhte sich von 65 Prozent auf 69 Prozent.

2025: Zurück auf Wachstumskurs

Trotz der aktuellen Geschäftszahlen rechnet CGM damit, im laufenden Jahr auf den Wachstumspfad zurückzukehren und im Jahresvergleich ein organisches Umsatzwachstum – bereinigt um Akquisitionen und Währungseffekte – im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich zu erreichen. Beim bereinigten EBITDA wird im Vergleich zu 2024 ein leichtes Wachstum erwartet. Alle drei operativen Segmente sollen zumindest ein moderates organisches Umsatzwachstum erzielen.

Die Dividende für 2024 fällt hingegen wie die aktuellen Geschäftszahlen eher mau aus. Die persönlich haftende Gesellschafterin und der Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung eine Dividende von 0,05 Euro je Aktie vor. Einziger Trost: Es wird vermutlich die vorerst letzte Dividende sein. Da mit Abschluss der Anteilsübernahme von Private Equity Investor CVC im zweiten Quartal 2025 ein Delisting von CGM erfolgen soll.

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