Cannabis ab sofort auch beim Pharmagroßhandel

by | Apr 29, 2024

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Ipuprofen, Antidepressiva oder doch Cannabis? Als jetzt verschreibungsfähiger Wirkstoff steigt die Nachfrage nach Medizinalcannabis.

 

Die Nachfrage nach medizinischem Cannabis sei seit der Teillegalisierung so groß, dass sich Cannamedical Pharma nun mit dem Pharmagroßhandel Krieger und Otto zusammentut. Bislang waren die Produkte vor allem im Direktvertriebt erhältlich. Insbesondere Online-Telekliniken hätten in den ersten zwei Wochen seit der Reklassifizierung von Cannabis rund 100.000 Patienten behandelt und Apotheken bundesweit damit vor Herausforderungen gestellt, erklärt David Henn, CEO von Cannamedical Pharma: „Die Partnerschaften mit dem Pharmagroßhandel Krieger und Otto Geilenkirchen erlaubt es, Produkte innerhalb von wenigen Stunden an die angeschlossenen Apotheken auszuliefern.“ Und auch da freut man sich über die Partnerschaft, wie Jochen Meyer-Dönselmann, CEO von Krieger Pharma, unterstreicht: „Wir erhalten seit dem 01.04.24 eine stark steigende Nachfrage. Die Produkte der Cannamedical Pharma spielen in unseren Anfragen eine zentrale Rolle.”

Laut Reitox Bericht der Bundesregierung haben mehr als zwei Millionen Erwachsene in den letzten 30 Tagen Cannabis konsumiert. Cannabis in spezialisierten Apotheken ist bereits heute günstiger erhältlich als auf dem Schwarzmarkt. Mit der partiellen Legalisierung wandelt sich Cannabis zu einem verschreibungspflichtigen Arzneimittel und ist somit vergleichbaren Medikamenten wie hochdosiertem Ibuprofen und Antidepressiva gleichgestellt. Als verschreibungsfähiger Rezepturausgangsstoff für eine breitere Indikation erlebt Medizinalcannabis aktuell eine stark wachsende Nachfrage.

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