BSI bemängelt IT-Sicherheit im Gesundheitswesen

von | März 17, 2026

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Penetrationstests des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zeigen: Egal ob Praxis, Klinik oder Pflege, die IT-Sicherheit im Gesundheitswesen ist ausbaufähig.

 

Nach den Krankenhausinformationssystemen war nun die Software in Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen dran. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI hat exemplarisch die dortigen zentralen Softwareprodukte einem Penetrationstest unterziehen lassen.

Der Heidelberger IT-Sicherheitsspezialist ERNW Enno Rey Netzwerke GmbH hat im Auftrag des BSI exemplarisch vier Praxisverwaltungssysteme (PVS) untersucht. Trotz unterschiedlicher Technologien wurden bei drei von vier Produkten eine derartige Verkettung einzelner Schwachstellen festgestellt, dass ein Angriff aus dem Internet möglich sei. Beispielsweise wurden bei der Datenübertragung keine Verschlüsselungsverfahren verwendet oder die Verschlüsselungsalgorithmen waren veraltet. Selbstverständlich habe man die Schwachstellen den Herstellern jeweils kommuniziert, sodass diese unverzüglich adressiert werden konnten, heißt es vom BSI.

Ebenso wurden auch in Pflegeeinrichtungen eingesetzte Software untersucht – und zwar vom e-Health-Team des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie (SIT). Nach den Penetrationstests von drei exemplarischen Pflegedokumentationssystemen fielen Schwachstellen in der Kommunikationsverschlüsselung, der Authentifizierung sowie der Prüfung von Software-Updates auf. Auch architektonische Schwachstellen, die eine sichere und effektive Nutzerautorisierung unmöglich machen, wurden entdeckt und kommuniziert.

Schon die Untersuchung der Krankenhausinformationssysteme (KIS) durch das Fraunhofer SIT hätte vergleichbare Schwachstellen aufgezeigt, betont die Experten des BSI.  Die Abschlussberichte zu den jeweils untersuchten Softwarelösungen sowie Handlungsempfehlungen für die Hersteller sind auf der BSI-Seite veröffentlicht und können noch bis zum 17. Juni kommentiert werden. Der Abschlussbericht zu den KIS sowie die daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen sind ebenfalls dort veröffentlicht, die man Dank der Kommentare noch einmal updaten konnte.

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