Bluttransport per Drohne

von | Nov. 15, 2024

Quelle: China Telekom

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In der chinesischen Provinz Zhejiang hat China Telekom zusammen mit dem Drohnenentwickler Antwork Network Technology Co. sowie einem Krankenhaus in Hangzhou den ersten Lufttransportkanal für Blut eingerichtet.

 

Blut per Drohnen soll in der chinesischen Provinz Zhejiang zur Norm werden. Dafür haben sich China Telekom ein lokales Krankenhaus sowie der Drohnenhersteller Antwork Network Technology Co. nun zusammengeschlossen. Und der Bedarf gerade in den ländlichen Regionen Chinas ist groß: Mehr als sechs Millionen Patienten im Land brauchen jedes Jahr eine Bluttransfusion.

Zunächst haben die drei Parteien mit zahlreichen Tests und Testflügen die nötigen Erfahrungen gesammelt, aber mittlerweile erfolgreich einen Lufttransportkanal für Blut eingerichtet. Dies sei die erste regulär Drohnenroute für Notfallblut im Land, vermeldet China Telekom in einer Mitteilung. Derzeit habe die Stadt Hangzhou mehrere Blutlieferwege eingerichtet und damit das weltweit erste regelmäßige Blutabgabesystem auf Stadtebene geschaffen.

Privates Boden-Luft-Netz geschaffen 

Die Vorteile des Drohnentransports liegen zunächst auf der Hand: Sie sind flexibel, schnell, autonom und unabhängig von den Straßenverhältnissen, was sie gerade in Notfällen prädestiniert. Allerdings galt es auch auf technologischer Ebene die für den Lufttransport nötigen Bedingungen zu schaffen. Dafür hat China Telecom nach eigenen Angaben die erste „Super-Luft-Boden-Konvergenztechnologie“ entwickelt. Dahinter verbirgt sich eine integrierte smarte Luft-Boden-Strahlformungstechnologie, die zur Unterstützung der integrierten Strahlkoordinierung und der Boden-Luft-Abdeckung eingesetzt wird, um eine 3,5-GHz-Abdeckung in niedriger Höhe in städtischen Gebieten zu erreichen. Ferner wurden neue smarte Großwinkelantennen errichtet, die die Stromverteilung unterstützen, um die nötige Abdeckung in geringer Höhe in Vorstädten zu realisieren, die auf der breiten Abdeckung der 2,1 GHz-Bandbreite basiert. Kombiniert sei so eine kontinuierliche Abdeckung in geringer Höhe möglich.

Zusätzlich bilden Sensoranwendungsdienste, Sensorfunktionen und Basisstation-Sensoren ein hochpräzises medizinisches Sensornetz. Das Netzwerk unterstützt Funktionen wie die komplexe Flugbahnanalyse der Drohen, Geo-Fence oder die Erkennung von mehreren Objekten mit einer Genauigkeit von bis zu einem Meter.

Transporteffizienz um 60 Prozent verbessert

Durch den Einsatz dieser innovativen Technologien und Geräte zeichnet sich das Netzwerk in geringer Höhe durch hohe Bandbreite sowie eine geringe Latenz aus und erfüllt die 4K-HD-Video-Backhaul-Anforderungen der Drohnen. Da die Fluggeräte selbst bei Windstärke fünf nicht beeinträchtigt werden, vermelden die drei Partner, dass sich die Transporteffizienz um 60 Prozent verbessert habe. So könne man selbst bei dringenden Blutkonservenanfragen rum um die Uhr sofort reagieren.

Ferner würden die tatsächlichen Flugdaten zeigen, dass das pro Flug gelieferte Blutvolumen den Notfallbedarf von ein oder zwei Patienten decken kann, während die Transportzeit pro Flug nur die Hälfte des Bodentransports unter denselben Bedingungen beträgt.  Dadurch könne sowohl der Notfallblutverbrauch als auch der geplante Blutnachschub in der Region gewährleistet werden.

Versorgung langfristig verbessern

Über die neue Luftbrücke soll aber nicht nur Blutkonserven transportiert werden, sondern auch die medizinische Versorgung der Bevölkerung auf dem Land verbessert werden. So kann beispielsweise ein Patient eine Blutprobe in einem Gemeindekrankenhaus abgeben, die dann mit Hilfe der Drohne an die nächstgrößere Klink geliefert wird. Innerhalb von nur zwölf Minuten soll das Ergebnis dann lokal vor Ort verfügbar sein.

China Telekom spricht von einem „historischen Meilenstein“, da dies das erste Projekt sei, dass Drohnentechnologie in die klinische Gesundheitsversorgung einbezieht.

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