Mit dem BKK Dachverband hat die European Declaration on Heat an Health einen weiteren Unterzeichner gewonnen. Im Fokus: Die Gesundheitsfolgen extremer Hitze.
Der BKK Dachverband hat die „European Declaration on Heat and Health” unterzeichnet. Damit unterstützt der Verband die Forderung zahlreicher Gesundheitsorganisationen, wissenschaftlicher Einrichtungen und Berufsverbände nach mehr Tempo beim Bevölkerungsschutz vor den Gesundheitsfolgen extremer Hitze. Auch die IKK Classic hatte sich Ende August den mehr als 80 Organisationen angeschlossen, die von der Europäischen Union Antworten auf die Wetterextreme fordern.
In der Erklärung werden unter anderem ein europäischer Hitze-Gesundheitsaktionsplan, klimaresiliente Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen sowie eine stärkere Berücksichtigung von Klimaschutz und Klimaanpassung in der Gesundheitspolitik gefordert.
„Die ‚European Declaration on Heat and Health‘ bestätigt, was wir auch in Deutschland seit Langem fordern. Hitzeschutz, Klimaanpassung, Klimaschutz und Prävention dürfen nicht länger isoliert betrachtet werden. Wenn wir uns nur auf die Bewältigung der Auswirkungen der Klimakrise fokussieren, ohne aber die Ursachen zu bekämpfen, werden wir kläglich scheitern. Das gilt auch für das Gesundheitswesen, das mit seinen enormen Treibhausgasemissionen die Klimakrise anheizt. Der Zug für einseitiges Handeln ist längst abgefahren“, sagt Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK Dachverbandes.
Und Thomas Sleutel, Geschäftsführer Markt bei der IKK Classic ergänzt mit Blick auf seine Zielgruppe: „Die Klimakrise ist auch eine Gesundheitskrise. Gerade im Handwerk erleben viele Beschäftigte bereits heute, wie sich Hitze, UV-Strahlung und Extremwetter auf ihre Arbeit und ihre Gesundheit auswirken.“
Bündnis fordert Handlungen
Auch die volkswirtschaftlichen Schäden sind enorm. So verursachte allein die jüngste Hitzewelle von Mitte bis Ende Juni laut Berechnungen von Prognos einen volkswirtschaftlichen Schaden von 6,3 Milliarden Euro. Der BKK Dachverband sieht die „European Declaration on Heat and Health” als wichtigen Rückenwind für das vor wenigen Wochen veröffentlichte Eckpunktepapier.
„Klimaschutz und Nachhaltigkeit dürfen keine Zusatzthemen sein, sondern müssen integraler Bestandteil der anstehenden Strukturreformen im Gesundheitssystem werden”, so Klemm weiter. Der BKK Dachverband bekräftigt zudem, dass Investitionen in eine klimaresiliente Infrastruktur von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und weiteren Gesundheitseinrichtungen eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe darstellen. Die Finanzierung notwendiger Anpassungsmaßnahmen dürfe nicht einseitig zulasten der Beitragszahlenden der gesetzlichen Krankenversicherung gehen.
Zu den deutschen Unterzeichnern zählen neben außerdem auch zahlreiche Vertretungen der Ärzteschaft wie die Bundesärztekammer oder der Hartmannbund.


