Ein neuer Bericht zeigt: Biowissenschaften sind ein wesentlicher Treiber für die US-Wirtschaft, 3,2 Billionen US-Dollar alleine im vergangenen Jahr.
Die Biotechnology Innovation Organization (BIO) und der Council of State Bioscience Associations (CSBA) haben in einem Report die Wirtschaftsleistung der US-Biowissenschaftsindustrie, ihre Auswirkungen und ihre geografische Ausdehnung genauer unter die Lupe genommen und die Zahlen zeigen: Die Branche leistet einen wesentlichen Beitrag. Gemessen an der Gesamtproduktion belief sich dieser alleine im vergangenen Jahr auf mehr als 3,2 Billionen US-Dollar. Der Report rechnet vor, dass die Wertschöpfung der Branche 6,8 Prozent des privaten Bruttoinlandsprodukts der USA ausmacht.
Ferner sind 2,3 Millionen Amerikaner in den fast 150.000 Unternehmen im Land beschäftigt und der Sektor unterstützt indirekt noch weitere fast acht Millionen zusätzliche Arbeitsplätze, legt der Bericht offen. Es sind vor allem hochqualifizierte Arbeitskräfte, die die Branche beschäftigt. Das spiegeln vor allem die hohen Gehälter wider, die mit durchschnittliche 132.000 US-Dollar 83 Prozent über dem nationalen Schnitt im Privatsektor liegen.
Immer mehr Arbeitskräfte
Die Beschäftigungszahlen in der Branche sind seit 2019 um fast 15 Prozent gestiegen, womit sich der langfristige Wachstumstrend fortsetzt und das Beschäftigungswachstum des gesamten privaten Sektors in diesem Zeitraum deutlich übertrifft. Zwischen 2019 und 2023 verzeichneten 49 Bundesstaaten, DC und Puerto Rico ein Netto-Arbeitsplatzwachstum in der biowissenschaftlichen Industrie.
„Amerikas Biowissenschaftssektor ist von entscheidender Bedeutung für die Bewältigung der dringendsten Herausforderungen der Welt – von Pandemien und nationaler Sicherheit bis hin zu präventiver Gesundheit und ökologischer Nachhaltigkeit. Und dieser Bericht zeigt, wie die Branche weiterhin Gemeinden bereichert, Arbeitsplätze schafft und die Wirtschaft in unserem Land ankurbelt“, sagte John F. Crowley, Präsident und CEO von BIO.
Schlüsselsektor Biowissenschaften
Die Berichtsreihe wird bereits seit zwei Jahrzehnte veröffentlicht. Sie zeige vor allem nach der Covid-19-Pandemie und dem wirtschaftlichen Abschwung, dass Biowissenschaften ein Schlüsselsektor seien, heißt es von BIO. Interessant ist zudem, dass sich der wirtschaftliche Fußabdruck der Biowissenschaften auf jeden US-Bundesstaat erstreckt. „Das bedeutet, dass alle Teile des Landes an den Durchbrüchen und Fortschritten der Branche beteiligt sind und von ihren wirtschaftlichen Auswirkungen profitieren“, kommentiert Ryan Helwig, Principal und Project Director bei Teconomy Partners
Die nach Bundesstaaten aufgeschlüsselte Branchenbewertung ist die elfte in einer zweijährlichen Reihe, die in Zusammenarbeit von Teconomy Partners und BIO entwickelt wurde. Der Bericht enthält einzelne Faktenblätter für alle 50 Bundesstaaten, den District of Columbia und Puerto Rico, die neben dem vollständigen Bericht und der Karte unter www.bio.org/jobs zu finden sind. Mit Blick auf Patente haben sich zwischen 2019 und 2023 beispielsweise Kalifornien, Massachusetts und New York besonders hervorgetan. Bei den Patenten gemessen an der Einwohnerzahl sind es Delaware, Massachusetts und Connecticut.



